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Freitag, 31. August 2012

Auf Kakadu-Tour Tag 2


Früh morgens um 6 Uhr bin ich gemeinsam mit der Sonne wach geworden – ist das toll einfach mitten im Nirgendwo im Busch zu hocken und nur Natur um einen herum!! Unser Zelt, sowie das von Stefano hab ich – wie ich sie gestern alleine aufgebaut hatte – auch wieder alleine abgebaut. Keiner von beiden war nämlich in der Lage die unendlich groß scheinenden Zelthaufen in den winzig kleinen Packbeutel zu bekommen. Und wieder ein Moment, in dem ich an die Campingurlaube mit meinen Eltern dachte – ich mag Camping :D

Üppiges Frühstück - allerdings sind so
einige Toastscheiben auf dem Grill ver-
brannt :D

Krokodil-Kappe - eigentlich für Kinder, die mit auf Tour sind ^^


Gegen 8:00 Uhr ging die Reise weiter zum Highlight der Tour: den Twin Falls und Jim-Jim-Wasserfällen. Hierzu muss ein Stück Dirt-Road überwunden und dann ein 4WD-Track inklusive River Cross bezwungen werden. Außerdem hat Dan noch ein rasantes Überholmanöver hingelegt, weil ihm der 4WD vor uns zu langsam war und trotz hupen nicht aus dem Weg gehen wollte. Kurzerhand ist Dan auf eine höhergelegene Sandbank übergesetzt und hat Gas gegeben – sind hin und her an dem anderen Fahrzeug vorbei geschlittert, haben einen mittelgroßen Busch mitgenommen, einen kleineren Abhang überwunden und wieder sicher auf der Strecke gelandet. Der einzige Passagier im Wagen, der vor Freude gejubelt und 'NOCHMAL' geschrien hat, war ICH – die anderen haben sich allesamt irgendwo festgekrallt und nix mehr gesagt – hahahaha... ich fands geil!!!!


Auf dem Rückweg konnte ich ein Foto schießen von der
Stelle, an der Dan halsbrecherisch überholt hat. Rechts
die 'normale' Straße - links die Sandbank, auf der wir
herumgeschlittert sind :D


Kurze Erklärung:
Dirt Road → mehr oder weniger geebnete Straße mit einigen Floodways (betonierte Senken, die während der Regenzeit geflutet sind).
4WD-Track → Strecke, die über Stock und Stein geht und mit 'normalen' Autos nicht befahren werden kann. Ich würde hierzu allerhöchst den riesigen Bulldog von Familie R.K.aus W.in D.empfehlen – der jedoch schon wieder zu breit sein könnte.
River Cross: ein Schnorchel am Auto ist unerlässlich, denn das Fahrzeug kann bis zu den Fenstern im Wasser stehen um einen Fluss zu durchqueren.

Diese Fahrt zu den Wasserfällen zählt seit heute zu den aufregendsten Fahrten, die ich je mit einem motorisierten Fahrzeug auf vier Rädern unternommen habe – man sieht leider auf den Bildern nicht, wie es ständig hoch und runter ging – aber es war einfach toll!!!

Zusammengepfercht im Auto

Auf der Dirt Road wird ganz schön Staub aufgewirbelt

Sieht gar nicht so dramatisch aus...

...aber es ging hoch und runter...

...und kreuz und quer...

...durch alle möglichen Gebiete...

...mit den unterschiedlichsten Farben...

...und rein in den Fluss...

...der voller gefährlicher Krokodile ist.


In einer ruhigen Minute bei den Twin-Falls nahm Dan mich zur Seite und meinte: „Ich bereue, dass ich dich vor zwei Wochen aus meinem Zimmer geworfen hab“ …ich musste mich ziemlich beherrschen um nicht laut los zu lachen – denn ich wusste bereits von Cassie, dass sie Darwin morgen verlassen wird. Offensichtlich sucht Dan sich jetzt ne neue Gefährtin... aber nicht mit mir mein Lieber ;)

Kurze Wanderung zum Bootssteg...

...und gemütlich auf dem Wasser herumtuckern...

....gigantische Ausblicke...


...hier sieht man die Twin Falls vom Boot aus...

...weiter geht's wieder zu fuß...

...jep... DA HOCH!!!





Twin Falls mit wunderschönem Strand...

... an dem man aber besser nicht ins Wasser geht ^^


Video vom Wasserfall und drum herum!!


Und zurück :D


Einige weitere Infos, die Dan uns noch gegeben hat:
Name „Kakadu-Nationalpark“: man könnte annehmen, dass dieser Nationalpark nach dem deutschen Wort „Kakadu“ benannt ist – im Englischen heißen diese Vögel nämlich „Cockatoo“ - wir alle wissen, dass Deutschland und die deutsche Sprache cool ist – aber dennoch wurde diesem riesigen Nationalpark KEIN deutscher Namen verpasst . Vielmehr handelt es sich hier um einen Fehler bei der Aussprache des indigenen Wortes „Gagudju“ (Sprache der im nördlichen Teil des Parkes lebenden Ureinwohner!), der nie korrigiert wurde. Ebenso nennen die Aboriginals uns Weiße gelegentlich „Balander“ - was ebenso auf einem kommunikationstechnischen Fehler beruht – denn dieses Wort kommt von „Holländer“. Viele viele Missverständnisse hier aufgrund der Sprachdefizite mit indigenen Ureinwohnern :(

Cassie, Ludwika, Christian, Eve


komplette Gruppe


An den Jim Jims Wasserfällen gibt es durchaus Krokodile -
aber es wird von den Rangern regelmäßig gecheckt, ob man
ins Wasser kann - dennoch gilt: Schwimmen auf eigene Gefahr!

900m können ganz schön weit sein...

...wenn man über Felsen klettern muss...

...hier hab ich noch gelacht ^^

...hier schon ein verzerrtes Grinsen ^^

Jim Jim Wasserfälle ohne Wasser
in der Trockenzeit. Allerdings zur Regenzeit
unbegehbar, da geflutet.

Ich war komplett plat...

...und hab mich im eiskalten Wasser abgekühlt -
das hat vielleicht gut getan!!!!



Diese Tourgruppe gehört wohl zu denjenigen, über die die Guides nach ihrer Rückkehr zu den Sheds immer gnadenlos ablästern – kein wirkliches Miteinander, keine aufregenden Gespräche oder Austausche kommen zu Stande – im Großen und Ganzen einfach nur langweilig – bzw. einfach nur die falschen Leute auf einem Haufen, die keinen Draht zueinander finden. Die Tourguides haben ein Gespür dafür – Anfangs versuchen sie ein Gespräch ins Rollen zu bringen und fragen immer mal wieder was – wenn sich aber nichts ergibt, wird irgendwann die Musik aufgedreht, damit sich keiner wegen der peinlichen Stille schämen muss. Eine tolle Tour-Gruppe zu erwischen ist wahrscheinlich Glückssache... aber man steckt halt nicht drin. 400 AUD für zwei Tage mit einer langweiligen Tour-Gruppe bezahlt zu haben, würde mich allerdings doch etwas gräben... zum Glück waren's für mich nur der Parkeintritt (25 AUD), der Campingplatz (10 AUD) und die Bootsfahrt zu den Twin-Falls (12,50 AUD)... den Rest hatte ich mir ja durch meine Extra-Stunden bei Frenchy erarbeitet.

Parkeintritt 25AUD

Bootsticket zu den Twin Falls 12,50 AUD

Fährt auf der Dirt Road ein Auto vor einem....

...is das mit der Sicht nimmer so ganz das Wahre.

Kurzer Stopp an einem Billabong - auch hier galt: Nicht
zu nah ans Wasser - hier hocken Tiere, die einem an
den Kragen wollen ^^

Baustelle auf der Dirt Road



Abends zurück bei den Sheds kam ich in ein leeres Zimmer – ich wusste vorher, dass Terri und Peta ausgezogen sind... aber so ganz alleine in dem großen Zimmer zu stehen, war dann doch etwas deprimierend. Vor allem, als ich wieder nach draußen kam und mir klar wurde, dass ich den großen Tour-Bus und Dans Troopie heute Abend noch alleine sauber zu machen hab...

Nachtrag zum dicken Fuß: Schwellung ist zurück gegangen- vom Stich nichts mehr zu sehen!!!
Aber... hmmm... also... ich will ja nicht in jedem Beitrag über die hiesigen Stechviecher abjammern... jedoch ist nun mein Ellbogen an zwei Stellen dick und hat sogar lustige Farben angenommen. Viele könnten jetzt denken, Tollpatsch Susi sei mal wieder irgendwo gegen gestoßen oder hingefallen – aber NEIN!!! Laut Tourguide-Mark hab ich höchstwahrscheinlich eine Raupe gestreift und kleine Haare stecken in meinem Ellbogen – deshalb wird er grün und blau und kochend heiß und pocht wie ein riesiges Schweineherz... wenn es morgen nicht besser ist – sprich, wenn meine Haut die Fremdkörper über Nacht nicht selbst herausarbeiten kann - soll ich laut Mark unbedingt direkt zum Arzt. Wieso denn immer ich??? :-(


Nein, kein blauer Fleck, sondern ein Stich... bzw. mehrere
Stiche auf einem Haufen.

Wann lerne ich endlich, dass das mitgebrachte Wäsche-
netz zum Schutz meiner BHs nur was bringt, wenn ich den
Reißverschluss ordentlich schließe?!?!?!

2 Kommentare:

  1. Da kommt doch wieder die wilde Susel raus, ich hätte mir bei der Fahrt auch in die Hosen geschissen. Aber Corinne hätte mit dir mitgemacht, die ist genau so verrückt wie Du.
    Hammer Tour wäre gerne dabei gewesen, Birgit

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    1. die 'wilde' susl... hahaha :D
      glaub auch, dass es cory gefallen hätte!!!

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