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Freitag, 5. Oktober 2012

Roadtrip Ostküste Tag 3: Strände, Lucinda, Murray Wasserfälle


Freitag, 5.Oktober 2012

Ich hatte eine fürchterliche Nacht hinter mir!!! Mimi hat schlimmer geschnarcht als mancher Mann, den ich kenne. Weder Ohropacks noch MP3-Player haben geholfen und draußen hat es geregnet, sodass ich nicht mal neben dem Van im Dreck hätte schlafen können um dem Schnarchen zu entgehen. Entsprechend müde und gereizt war ich am Morgen und hatte eine unbändige Wut auf alle Asiaten dieser Welt ;-) Außerdem ist der Schlafplatz unten im Van für drei Personen dann doch etwas knapp bemessen – aber Tobi und Mimi sind der festen Überzeugung, dass das Bett im ersten Stock nur für das Gewicht einer Person bemessen sei. Ich kann mir das irgendwie schlecht vorstellen – denn der Van ist immerhin für FÜNF Personen ausgelegt – wo sollten also fünf Leute pennen, wenn nicht verteilt auf beide Stockwerke??

Immerhin hatte ich aufgrund meiner viel zu kurzen Nacht das Waschhaus morgens um halb sechs ganz für mich alleine und bin auch nochmal in den Paronella Park gegangen. Zur Beruhigung hab ich mir klassische Musik über Kopfhörer reingezogen und die 'Ode an die Freude' lauthals im Regenwald mitgesungen – ich HOFFE, dass ich zu dieser unmenschlichen Zeit alleine im Park war – alles andere wäre nämlich zu peinlich um auch nur daran zu denken... ich bin eine schreckliche Sängerin ^^

Paronalla Park früh morgens

Meine Güte, war ich müde ^^




Als die anderen gegen zehn dann auch mal bereit zur Weiterreise waren, war ich schon 4,5 Stunden wach und fragte mich, ob ich mit dieser Art des Reisens klarkommen könne – morgens bis in die Puppen schlafen und beim Frühstück schon Zeit vertrödeln?! Ich für meinen Teil würde lieber mit der Sonne aufstehen und irgendwann an einem schönen Strand nochmals ein Mittagsschläfchen einlegen, wenn denn nötig.

Von Mission Beach haben wir quasi überhaupt nichts gesehen – das kleine Örtchen hat meine Mitreisenden gar nicht interessiert. Dafür haben wir die tollen Strände 'Tully Heads', 'Hull Heads' und die 'Murray Falls' angesteuert. Bei den Wasserfällen wurden wir – bzw.hauptsächlich ich und Mimi - wieder regelrecht von March Flies attackiert und konnten das Mittagessen und das gemütliche chillen an den Rockpools leider nicht genießen. Bevor wir weiterfahren konnten, machten Mimi und ich dann auch erst mal Jagd auf die ins Auto mit eingestiegenen March Flies und es kamen erstaunlich viele Insektenleichen zusammen Oo


Mission Beach

Hütte am Mission Beach

Tully Heads


Das is mal ne gigantische Sepiaschale ^^

Luxuriöse öffentliche Toilette - die sind hier im allgemeinen
immer sehr sauber!!!

Hull Heads


ein LILA Haus :D

Murray Falls 


Mittagessen




Da meine Mitreisenden offensichtlich allen Tipps von Menschen in Touristen-Informationszentren blind nachgehen wollen, sind wir auf Anraten der Info-Dame in Mission Beach auf Höhe Lucinda vom Highway abgefahren und Tobi folgte der Beschilderung zur Bootsrampe. Was wir jedoch an einer Bootsrampe sollten, konnte er uns auch nicht beantworten, denn die Attraktion Lucindas lag in der komplett anderen Richtung: ein 5km langer Streg aufs Meer hinaus!!!




5km langer Steg auf's Meer hinaus



Ich übernahm das Steuer bis zum kostenlosen Übernacht-Rastplatz 10km hinter Ingham und wurde bei gemütlichen 80km/h beinahe von einem Roadtrain in den A... geküsst, der dann auch noch lautstark hupte, als ich in den Rastplatz abbog. Tobi meint, man könne mit dem Van zwecks Spritverbrauch gut mit 100 Sachen auf dem Highway dahinrasen – da wir aber nicht wirklich in Eile sind, fahr ich lieber gemütlicher und seh mehr von der Landschaft :) Das mit der Fahrerei ist auch wieder so eine Sache: Tobi hat sich – wie bereits zum Cape Tribulation – wie selbstverständlich selbst zum Chauffeur ernannt aber sein Fahrstil ist nicht unbedingt der angenehmste. Vor Kreisverkehren oder roten Ampeln steht er nämlich bis kurz vor knapp auf'm Gas und steigt dann in die Eisen. Wenn er dann fragt, ob jemand anderes fahren wolle, kommt beispielsweise von Aurelie meist nur: 'Ich kann fahren.' Ja, wir wissen, dass sie fahren KANN – wir alle KÖNNEN fahren... aber es reißt sich dennoch niemand darum ;)


Da gibt's halt einfach auf'm Rastplatz kostenlosen Kaffee für
die Fahrer oO 

Unsere Nachbarn - die Kühe :D


gefahrene Kilometer: ca.330km

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