Obwohl
Anna gestern meinte, wir müssten heute nicht arbeiten – und wir
daraufhin unsere Arbeitsklamotten gewaschen haben – schickte sie
uns heute in den Garten um die alten Netze (welche über die
Obstbäume gespannt waren) zu entwirren und zusammen zu legen. Mal
wieder war sie panisch auf der Suche nach Hündin Lucky – diese hat
sich nicht zum ersten Mal vor ihrem Herrchen unter dem Hühnerschuppen
versteckt. Versteckt, weil: Als Anna nach ihr rief, ließ Lucky
keinen Laut von sich – als Anna dann weg war und ich nach Lucky
rief, kam sie unter dem Schuppen hervor gekrochen... sie scheint mich
zu mögen, obwohl ich unter dem Tisch immer nach ihr trete, nie mit
ihr spielen will und sie ständig wegschicke... dennoch amüsant:
sogar die 'Familienmitglieder' verstecken sich also vor dem
Hausdrachen ;-) Als Maurice dann aber auch noch auf die Idee kam uns
die Beete düngen lassen zu können, hab ich mich jedoch geweigert –
ich renn doch nicht in meiner einzigen guten Jeans im Beet rum und
verteil Pferdescheisse auf'm Boden oO Was er davon hielt?? Mir doch
egal!! Anna sagte, wir müssen heute nicht arbeiten und meine
Arbeitsklamotten waren noch nass!!! Der Abschied war kurz und
schmerzlos bevor Maurice uns zum Bahnhof in Ballan fuhr und Hitomi
und ich erleichtert in den Zug nach Wenbouree stiegen, wo Gregg auch
schon auf uns wartete um uns zu Elke zu fahren. Elke hat uns mehr als
herzlich empfangen und zum Abendessen kamen zur Feier des Tages auch
direkt Greggs Bruder Scott und zwei Freunde vorbei.
| Elkes Haus - bzw.für mein Verständnis: Bungalow. Hier wird nämlich einstöckig gebaut und ohne Keller. |
| Ich will auch irgendwann solch einen Wagen mit integriertem Schneidebrett auf Rollen in meiner Küche haben - sehr praktisch!! |
| Luxus-Bad mit tollen Mosaikfliesen |
| 6 große Pizzen für 40 Dollar!!! Für Australische Verhältnisse ein Schnäppcehn ^^ |
Alle
haben gemeinsam mit uns überlegt, wohin Hitomi und ich als nächstes
gehen könnten um zu wwoofen oder zu arbeiten. Elke und Scott haben
sogar mehrere Telefonate getätigt - leider war nichts brauchbares
dabei. Wäre ja zu gut gewesen, wenn sich gleich was ergeben hätte,
gell!? ;)
Als
der Besuch gegangen war, saßen wir mit Elke noch stundenlang
zusammen und haben geratscht. Mit Anna wäre sowas undenkbar gewesen
und ich war wirklich unsagbar froh dort weg zu sein oO Was ich jedoch
noch Gutes über Anna sagen kann: für die Unanehmlichkeiten, die wir
bei ihr hatten, hat sie Hitomi und mir mehr Tage für's
Wwoofing-Formular bescheinigt, als wir tatsächlich gearbeitet haben.
Speziell Hitomi gegenüber, die die 88 Tage Farmarbeit für's zweite
Working Holiday Visum zusammenbekommen möchte, war dies eine nette
Geste, die uns ein klein wenig versöhnlich gestimmt hat.
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