Montag,
31. Dezember 2012
Ich
sollte dann also Silvester in Sydney verbringen – etwas aufgeregt
war ich ja schon. Ich kenne das Sydney-Feuerwerk zum Jahreswechsel
aus dem Fernsehen. Immerhin ist es die erste Stadt der Welt, die ins
neue Jahr rutscht und daher wohl auch der Grund weshalb ganz
Australien am 31.12. an die Ostküste will... und so auch ich :D
Um
zwölf Uhr mittags waren wir mit Sander verabredet um mit dem Bus
gemeinsam zum Birchgrove Park zu fahren. Natürlich kam Vince mal
wieder nicht in die Gänge und um halb eins standen wir erst mal im
Supermarkt. Eigentlich sollten wir Plastikbecher, Snacks und
Eiswürfel kaufen und ich wollte zu Hause noch ne Liste dafür
schreiben. Vince hat mich jedoch ausgelacht und meinte, er könne
sich das alles behalten... gut, dann eben kein Einkaufszettel. Beim
ersten Kassengang standen wir dann glatt ohne Eis und Becher da. Er
ging nochmal hinein und kam mit Eis zurück – immer noch keine
Becher. Ouh man – kein Kommentar ^^ Sander war natürlich nicht
mehr am vereinbarten Treffpunkt- klar, ich hätte auch keine ganze
Stunde gewartet, zumal wir uns nicht mal sicher waren, bis zu welchem
Zeitpunkt man überhaupt noch in den Park reingelassen wird. Sydney
ist zu Silvester nämlich so überfüllt, dass alle Parks, von denen
aus man einen Blick auf das Feuerwerk hat, bei Zeiten überfüllt und
abgesperrt werden. Zu allem übel hatte Mr.Unorganisiert Vincent
nicht einmal geprüft, welche Busse und vor allem ab welcher
Haltestelle wir fahren müssen – ich hatte mir darüber keine
Gedanken gemacht... immerhin wohnt ER doch schon seit Monaten in
Sydney oO Aber als wir dann auch endlich mal im Park angekommen waren
hatten wir tatsächlich eine super Sicht auf die Sydney Harbour
Bridge. Ich hab immer noch Vincents Kommentar im Kopf: 'Du wirst
heute nur mit Holländern zusammen sein. Aber keine Sorge – wir
sind nicht so wie die Deutschen und reden dann nur in unserer
Landessprache.' Pustekuchen!!! Von 14Uhr – 2Uhr Nachts redeten um
mich herum alle holländisch. Nur wenn ich mit jemandem direkt ins
Gespräch kam, wurde Englisch geredet... aber naja... ich hätte es
mir denken und mit Manon mit gehen sollen – aber nun war es schon
so und ich hab mich eben mit meiner Lieblingsbeschäftigung 'people
watching' (Menschen beobachten) genügt und nicht viel geredet –
Smalltalk war ja sowieso noch nie meine Stärke ;-)
 |
| Blick auf die Harbour Bridge |
 |
| Blick auf den Park - soooo voll war es dort gar nicht. |
 |
| Tagsüber gab es Flugshows am Himmel... |
 |
....und mal wieder konnte man kaum lesen, was
die Flieger an den Himmel geschrieben haben ^^ |
 |
| Unter Holländern #1 |
 |
| Ein Klogang --> 1 Stunde warten |
In
Sydney gibt es zu Silvester zwei Feuerwerke. Eines um 21Uhr und eines
um Mitternacht. Wieso? Keine Ahnung. Wahrscheinlich für die Kinder.
Aber mal im Ernst: zu Silvester darf doch jedes Kind länger wach
bleiben?! Oder aber das erste Feuerwerk ist dazu da die Menge bei
Laune zu halten – immerhin sitzt man den ganzen Tag in der prallen
Sonne nur um das Geballere um die Harbour Bridge und das Opernhaus
miterleben zu dürfen. Das eigentliche Feuerwerk um Mitternacht war
dann aber doch irgendwie enttäuschend – nach zehn Minuten war es
vorbei und es waren keine sonderlich spektakulären Raketen dabei.
Dennoch war es ein Erlebnis und ich für meinen Teil weiß nun
zumindest mit 100%iger Sicherheit, dass ich nicht noch einmal
Silvester in Sydney verbringen muss :D
Natürlich hab ich auch ein kurzes Video gedreht:
 |
| Unter Holländern #2 |
 |
| Unter Holländern #3 |
 |
| Unter Holländern #4 |
 |
Die sind so scharf auf ihre Techno-Musik, dass sie ständig
mit MP3-Playern herumgelaufen sind und sogar getant haben...
...zu Musik, die niemand außer ihnen selbst gehört hat oO |
 |
| Unter riesigen Holländern |
 |
Und so sah es nach der Party aus oO Die Polizei hat den Park
geräumt und sogar die Wassersprenkler angestellt um alle
Leute schnellstmöglich hinaus zu bekommen. |

Die
Holländer wollten dann zu allem Übel auch noch in einen Club. Da
ich jedoch wusste, dass es ein Hardcore-Techno-Club werden würde,
hab ich mich verabschiedet und mich mit Vincents Schlüssel auf den
Heimweg gemacht. Sander holte mich irgendwann ein und sagte, ich
solle Vince mit nach Hause nehmen, weil er zu besoffen sei für einen
Club und bestimmt nicht eingelassen würde. Na super – jetzt auch
noch nen Besoffenen nach Hause schleppen? Wir liefen also los zur
Bushaltestelle – gemeinsam mit hunderten anderen Menschen, die
zurück in die Stadt wollten. Die überfüllten Busse fuhren
reihenweise an uns vorbei wir beschlossen einfach der Busroute
entlang zu laufen, bis einer vorbei kommt, der uns einsteigen lässt.
Nach fast einer Stunde hielt dann tatsächlich ein Bus und wir
konnten mitfahren – jedoch wären wir wohl zu fuß schneller
gewesen, denn wir standen nochmals eine Stunde im Stau. Vince war so
besoffen, dass er vollkommen die Orientierung verloren hatte und an
jeder Haltestelle aussteigen wollte, weil er dachte, wir seien zu
Hause – Smartphone sei dank konnte ich im Routenplaner nachprüfen,
wo wir waren und nach einer halben Ewigkeit waren wir dann zu Hause.
Was für eine Tortur :-/
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen