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Samstag, 22. Juni 2013

Mit Mama auf Tour Tag 15 - Tour durch und um Coober Pedy


Da wir nur eine Nacht in Coober Pedy geplant hatten, mussten wir heute morgen schon wieder auschecken – hatten jedoch noch den ganzen Tag zur Verfügung.


Kirche



Eine Mine, die zum Museum umfunktioniert wurde




Opale im Gestein








Ich bin nicht weit gekommen ^^









Beispiel einer 'Wohnung' unter Tage




Big Winch Lookout

Man sieht von dieser Stadt oberflächlich
nicht sonderlich viel...

...die meisten Häuser liegen unter der Erde.



Nach einem kurzen Reste-Mittagessen ging unsere gebuchte Städtetour (70 AUD pro Person) los. Eigentlich möchte ich ja sonst gerne alles auf eigene Faust entdecken – aber ohne Auto und mit nur einem Tag Zeit, war es in diesem Fall die richtige Entscheidung die Tour zu buchen. Außerdem hat man mit Guide den Vorteil, dass man nicht alles nachlesen muss, sondern erzählt bekommt – und auch Fragen stellen kann. Hier also einige Fakten über die Stadt und das Drumherum:

                    70-80% der Einwohner leben unter Tage
                    es gibt keine Bauaufsicht – wenn man sich ein Grundstück gekauft hat und das richtige Equipment hat, kann man sich ein Haus buddeln, wie man möchte (man muss nur aufpassen, dass man nicht im Schlafzimmer des Nachbarn raus kommt)
                    auch aufm Friedhof zieht sich dieses Motto: man wohnt zu Lebzeiten wie man möchte und kann sich danach auch begraben lassen wie man möchte
                    es gibt öffentliche 'Noodling'-Areas, wo man selbst im Schutt nach Opalen suchen kann. Auf schwäbisch würden wir es wohl 'nuala' nennen. Was man jedoch am ehesten findet, ist Gipsum (Kalziumsulfat). Sieht auch hübsch aus – is aber nix wert.
                    Wenn man sich eine offizielle Erlaubnis holt, darf man um Coober Pedy herum einen Schacht ausheben und auf Opal-Suche gehen. Die Löcher werden jedoch nicht wieder zugeschüttet und so gibt es um die Stadt herum Millionen von Sand-/Geröllhaufen, neben jedem ein ungesicherter Schacht ist.
                    The Beakaways (Mondlandschaft) – hier wurden Filme wie Pitch Black oder Mad Max gedreht
                    Crocodile Harrys Haus und Mine besichtigt.
                    Für die riesigen Felsformationen hier gilt das Selbe wie für den Uluru: eigentlich ist es weißer Sandstein – aber wegen des enthaltenen Eisenerzes, das rostet, wird alles mit der Zeit rot.
                    Dingo Zaun: ein 5.000 km langer Zaun von Südaustralien aus an die Ostküste, der die Dingos aus dem Südlichen Teil des Kontinents fernhalten soll.

Noch ne Kirche besichtigt



Häuser erkennt man oft nur an den aus dem Gestein
ragenden Kaminrohren

Bauplatz


Friedhof

Dieser Kamerad ruht im Tode wie
er vorher gelebt hat

Viel Grabpflege muss hier nicht betrieben werden


Golfplatz... Aber schön runter vom Gras bleiben - hahaha.

Kunstrasen am Abschlag



Neben jedem dieser Haufen ist ein Schacht im Boden



Opale suchen



Und sogar einen gefunden!

Crocodile Harrys Haus und Mine





"Breakaways"



Sieht aus wie ein liegendes Kamel, nicht?

Dingo Zaun





Känguru-Fütterung

Hier kann man ernsthaft Känguru-Kacke als Souvenir kaufen




Vom Hostelbesitzer ließen wir uns wieder zur Greyhound-Haltestelle fahren und staunten nicht schlecht, als aus dem Bus in den wir einsteigen wollten, die beiden Holländerinnen stiegen, die mit uns auf der Uluru-Tour waren. Man sieht mal wieder – die Touristen hier haben alle die selben Ziele. Es ist wirklich normal, dass man sich irgendwann irgendwo und irgendwie wieder begegnet. Der Busfahrer war mir allerdings nicht so recht geheuer – er war unfreundlich, schickte uns ins Büro um einzuckecken, obwohl die Angestellte drinnen nichts anderes tat als unsere Tickets zurück nach draußen zu ihm zu tragen. Außerdem motzte er mich an, dass wir noch nicht in den Bus hinein dürften – aus welchem Grund auch immer – denn weitere zehn Minuten später bedeutete er uns dann doch einzusteigen. In diesen zehn Minuten war allerdings überhaupt nichts passiert – ich hätte ja verstanden, wäre er durch die Reihen gegangen um nach vergessenen Gegenständen vorheriger Passagiere Ausschau zu halten – aber NEIN, er stand nur – wie wir auch – neben dem Bus. Nach diesem Erlebnis hatte ich dann auch überhaupt kein schlechtes Gewissen, dass Mama und ich mit unserem mitgebrachten Thunfisch-Vesper den ganzen Bus vollgestunken haben – hahaha.


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