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Dienstag, 11. Juni 2013

Mit Mama auf Tour Tag 4 - Mary River, Kakadu (Ubirr), Campen in Cooinda

Heute ging’s dann also auf Tour – für drei Tage würden wir Campen sein und durften nur je 10kg Gepäck mitnehmen. Unser Hauptgepäck wollten wir dann im Melaleucas Hostel zwischenlagern – allerdings musste ich dann feststellen, dass kostenlose Gepäckaufbewahrung nicht in jedem Hostel angeboten wird und so brachten wir die Taschen ins benachbarte ‚Youth Shack‘. Hier werden wir nach der Tour noch eine Nacht zwischengelagert. Wieso uns die Agentur, über die ich unser Tour-Gesamtpaket gebucht hatte, wegen einer Nacht in ein anderes Hostel steckt? Gute Frage… nächste Frage… aber immerhin war unser Gepäck versorgt – und das auch noch kostenlos :D

Um 6:50 Uhr wurden wir von Tourguide Freddy abgeholt in nem Tourbus, der definitiv kein 4WD ist… also kein lustiges Allrad-Rennen in der Pampa wie bei meinem ersten Kakadu-Besuch mit Dan – aber dafür werden wir bequemer unterwegs sein. Freddy ist ein typischer Australier und redet auch so – daher hat Mama große Probleme ihn zu verstehen. Aber ich war ja mittlerweile an den australischen Akzent gewöhnt und konnte das Wichtigste übersetzen.

Vor was es mir immer gruselt: die Vorstellungsrunde im Bus!!! In diesem Fall musste jeder vorne im Bus in die Mitte hocken und das Mikro aufsetzen. Man sollte erzählen, wie man heißt, wie lange man schon in Australien ist, welcher Ort einem in Down Under am besten gefällt, von seinem Lieblingstier und dann auch noch das Geräusch nachmachen, das dieses Tier macht. Und dann der Brecher: man soll von seinem ersten und letzten Kuss erzählen und sich eine Superkraft ausdenken, die man gerne hätte. So ein Quatsch oO

Vorstellungsrunge im Bus

Unser Tourbus

Erster Stopp: Mary River Cruise. Weltweit höchste Konzentration an Salzwasserkrokodilen.


Ganz gespannt ging es los...

...erst sahen wir einige Vögel...

...viel Gestrüpp...

...noch mehr Vögel...

...viel Wasser... 

...und dann schließlich ein Krokodil am Ufer liegen!!!








Schon bei der Abfahrt am Hostel heute Morgen fiel uns eine Französin auf, die mit anderen draußen laberte und erst kapierte, dass sie mit uns auf Tour gehen sollte, als Freddy laut den noch letzten fehlenden Passagiernamen aufgerufen hat. Seltsam, oder? Man bucht ne Tour bei ner Organisation und schaut doch dann drauf, was auf dem Bus steht, der vorfährt? Na jedenfalls war sie die Letzte, die den Bus betreten hatte und musste deshalb den noch einzigen freien Sitzplatz vorne neben Freddy einnehmen. Und wer schon einmal eine Bustour gemacht hat, weiß ja auch, dass man im Normalfall immer auf seinen angestammten Platz zurück kehrt. Man lässt ja schließlich auch seine Sachen auf den Sitzen liegen. So offensichtlich jedoch nicht in Frankreich – denn nach der Mary River-Bootsfahrt kam ich in den Bus und sie saß auf einem unserer Plätze. Also setzte sich Mama neben sie und ich ging nach vorne – machten aber den Plan, nach dem nächsten Stopp einfach früher zum Bus zu kommen und uns unseren Platz wieder zurück zu holen :D

Eingang zum Kakadu Nationalpark



Zum dritten Mal in nicht ganz einem Jahr kam ich nach Ubirr (http://de.wikipedia.org/wiki/Ubirr) und ich muss sagen: man kann so oft her kommen wie man möchte – man entdeckt jedes Mal etwas Neues. Vor allem, wenn man bei jedem Besuch einen anderen Guide dabei hat, der neue Geschichten zu erzählen hat. Während Freddy zurück am Parkplatz erst mal den Bus laufen ließ um die Klimaanlage auf Touren zu kriegen und wir währenddessen im Schatten sitzend einige Snacks zu uns nahmen, sahen wir auch wieder diese Grünen Ameisen, von denen die besserwisserische, niemals ihren Mund haltende, amerikanische Tour-Kameradin prompt behauptete, sie wären giftig. Ich sagte, man könne sie sogar essen und sie würden nach Zitrone schmecken – und sie schaute mich ungläubig an, bis Freddy meine Aussage bestätigte. Einige der Gruppe haben sogar gekostet – Mama hat sich nicht getraut :D

Felsmalereien der Aboriginals





Hier wurde ein Teil der 'Crocodile Dundee'-Filmen gedreht






Wir machten anschließend einen Abstecher nach Jabiru. Die einzige Stadt im Kakadu-Nationalpark und die letzte Stadt vor dem Land der Aboriginals – dem Arnhem Land. Freddy erzählte uns: Sollte man bei der Bootsfahrt auf dem Mary River kein Krokodil zu Gesicht bekommen, könne er wenigstens garantieren, dass man hier in Jabiru eines sieht:

Quelle http://www.down-under-guide.com/stadt/jabiru





Die erste Nacht unserer Tour verbrachten wir in Cooinda auf einem noblen Campingplatz mit Restaurant, Pool, Shop, semipermanenten Zelten und tausenden von Moskitoschwärmen. Es war unbeschreiblich mit diesen Moskitos – in schwarzen Schwaden sah man sie zwischen den Zelten hängen und sobald man eine Tür öffnete, folgten einem dutzende von diesen Blutsaugern ins Innere oder stürzten sich direkt auf einen. Mama und ich hatten zum Glück gutes Antimückenspray und  Moskitocoils dabei und stellten einen davon umgehend vor unserer Zelttür auf während wir unsere Tour-Kameraden, die teilweise noch planlos auf dem Campingplatz umherirrten, beobachteten. Grund hierfür: es waren nicht genug Zelte für die ganze Gruppe – bzw.fiel ein Zelt weg, das keine Türe hatte. Unmöglich darin zu schlafen – man wäre am Morgen nur noch ein einziger, riesiger Moskitostich. Da nach dem gemeinsamen Abendessen (Hühnchencurry mit Reis) und anschließenden Poolbesuch jedoch einige der Gruppe noch ein lautstarkes Trinkspiel in der Campküche veranstalteten, war es nicht ausgeschlossen, dass sich danach manche nicht mehr kümmerten, wo sie sich für die Nacht hinfallen lassen würden und die fehlenden Betten waren eher nebensächlich. 

Unser Lager... rechts im Bild das Zelt, dessen Türe nicht
verschließbar war

Campküche

Pool

Und mal wieder der 'lachende Mond', den ich
immer so faszinierend finde

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