Heute
ging’s dann also auf Tour – für drei Tage würden wir Campen sein und durften
nur je 10kg Gepäck mitnehmen. Unser Hauptgepäck wollten wir dann im Melaleucas
Hostel zwischenlagern – allerdings musste ich dann feststellen, dass kostenlose
Gepäckaufbewahrung nicht in jedem Hostel angeboten wird und so brachten wir die
Taschen ins benachbarte ‚Youth Shack‘. Hier werden wir nach der Tour noch eine
Nacht zwischengelagert. Wieso uns die Agentur, über die ich unser Tour-Gesamtpaket
gebucht hatte, wegen einer Nacht in ein anderes Hostel steckt? Gute Frage…
nächste Frage… aber immerhin war unser Gepäck versorgt – und das auch noch
kostenlos :D
Um 6:50
Uhr wurden wir von Tourguide Freddy abgeholt in nem Tourbus, der definitiv kein
4WD ist… also kein lustiges Allrad-Rennen in der Pampa wie bei meinem ersten
Kakadu-Besuch mit Dan – aber dafür werden wir bequemer unterwegs sein. Freddy
ist ein typischer Australier und redet auch so – daher hat Mama große Probleme
ihn zu verstehen. Aber ich war ja mittlerweile an den australischen Akzent
gewöhnt und konnte das Wichtigste übersetzen.
Vor was
es mir immer gruselt: die Vorstellungsrunde im Bus!!! In diesem Fall musste
jeder vorne im Bus in die Mitte hocken und das Mikro aufsetzen. Man sollte
erzählen, wie man heißt, wie lange man schon in Australien ist, welcher Ort
einem in Down Under am besten gefällt, von seinem Lieblingstier und dann auch
noch das Geräusch nachmachen, das dieses Tier macht. Und dann der Brecher: man
soll von seinem ersten und letzten Kuss erzählen und sich eine Superkraft
ausdenken, die man gerne hätte. So ein Quatsch oO
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| Vorstellungsrunge im Bus |
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| Unser Tourbus |
Erster Stopp: Mary River Cruise. Weltweit höchste Konzentration an Salzwasserkrokodilen.
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| Ganz gespannt ging es los... |
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| ...erst sahen wir einige Vögel... |
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| ...viel Gestrüpp... |
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| ...noch mehr Vögel... |
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| ...viel Wasser... |
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| ...und dann schließlich ein Krokodil am Ufer liegen!!! |



Schon bei
der Abfahrt am Hostel heute Morgen fiel uns eine Französin auf, die mit anderen
draußen laberte und erst kapierte, dass sie mit uns auf Tour gehen sollte, als
Freddy laut den noch letzten fehlenden Passagiernamen aufgerufen hat. Seltsam,
oder? Man bucht ne Tour bei ner Organisation und schaut doch dann drauf, was
auf dem Bus steht, der vorfährt? Na jedenfalls war sie die Letzte, die den Bus
betreten hatte und musste deshalb den noch einzigen freien Sitzplatz vorne
neben Freddy einnehmen. Und wer schon einmal eine Bustour gemacht hat, weiß ja
auch, dass man im Normalfall immer auf seinen angestammten Platz zurück kehrt.
Man lässt ja schließlich auch seine Sachen auf den Sitzen liegen. So
offensichtlich jedoch nicht in Frankreich – denn nach der Mary River-Bootsfahrt
kam ich in den Bus und sie saß auf einem unserer Plätze. Also setzte sich Mama
neben sie und ich ging nach vorne – machten aber den Plan, nach dem nächsten
Stopp einfach früher zum Bus zu kommen und uns unseren Platz wieder zurück zu
holen :D
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| Eingang zum Kakadu Nationalpark |
Zum
dritten Mal in nicht ganz einem Jahr kam ich nach Ubirr (http://de.wikipedia.org/wiki/Ubirr) und ich muss sagen: man kann so
oft her kommen wie man möchte – man entdeckt jedes Mal etwas Neues. Vor allem,
wenn man bei jedem Besuch einen anderen Guide dabei hat, der neue Geschichten
zu erzählen hat. Während Freddy zurück am Parkplatz erst mal den Bus laufen
ließ um die Klimaanlage auf Touren zu kriegen und wir währenddessen im Schatten
sitzend einige Snacks zu uns nahmen, sahen wir auch wieder diese Grünen
Ameisen, von denen die besserwisserische, niemals ihren Mund haltende,
amerikanische Tour-Kameradin prompt behauptete, sie wären giftig. Ich sagte,
man könne sie sogar essen und sie würden nach Zitrone schmecken – und sie
schaute mich ungläubig an, bis Freddy meine Aussage bestätigte. Einige der
Gruppe haben sogar gekostet – Mama hat sich nicht getraut :D
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| Felsmalereien der Aboriginals |
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| Hier wurde ein Teil der 'Crocodile Dundee'-Filmen gedreht |
Wir
machten anschließend einen Abstecher nach Jabiru. Die einzige Stadt im Kakadu-Nationalpark
und die letzte Stadt vor dem Land der Aboriginals – dem Arnhem Land. Freddy
erzählte uns: Sollte man bei der Bootsfahrt auf dem Mary River kein Krokodil zu
Gesicht bekommen, könne er wenigstens garantieren, dass man hier in Jabiru
eines sieht:
Die
erste Nacht unserer Tour verbrachten wir in Cooinda auf einem noblen
Campingplatz mit Restaurant, Pool, Shop, semipermanenten Zelten und tausenden
von Moskitoschwärmen. Es war unbeschreiblich mit diesen Moskitos – in schwarzen
Schwaden sah man sie zwischen den Zelten hängen und sobald man eine Tür
öffnete, folgten einem dutzende von diesen Blutsaugern ins Innere oder stürzten
sich direkt auf einen. Mama und ich hatten zum Glück gutes Antimückenspray
und Moskitocoils dabei und stellten
einen davon umgehend vor unserer Zelttür auf während wir unsere Tour-Kameraden,
die teilweise noch planlos auf dem Campingplatz umherirrten, beobachteten. Grund
hierfür: es waren nicht genug Zelte für die ganze Gruppe – bzw.fiel ein Zelt
weg, das keine Türe hatte. Unmöglich darin zu schlafen – man wäre am Morgen nur
noch ein einziger, riesiger Moskitostich. Da nach dem gemeinsamen Abendessen
(Hühnchencurry mit Reis) und anschließenden Poolbesuch jedoch einige der Gruppe
noch ein lautstarkes Trinkspiel in der Campküche veranstalteten, war es nicht
ausgeschlossen, dass sich danach manche nicht mehr kümmerten, wo sie sich für
die Nacht hinfallen lassen würden und die fehlenden Betten waren eher
nebensächlich.
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Unser Lager... rechts im Bild das Zelt, dessen Türe nicht verschließbar war |
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| Campküche |
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| Pool |
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Und mal wieder der 'lachende Mond', den ich immer so faszinierend finde |
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