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Donnerstag, 13. Juni 2013

Mit Mama auf Tour Tag 6 - Litchfield Nationalpark

Einer der ersten Sätze, die Mama heute gesprochen hatte: ‚So ein Swag ist schon ein Erlebnis – aber nochmal muss ich das nicht mehr haben.‘ Oje… ich musste ihr erst mal sagen, dass wir während der Tour noch öfters in solchen australischen Schlafsack-Zelten nächtigen würden. Ich hoffe, sie kann es mir verzeihen :D Zusammenpacken während einer Tour geht immer in einem mordsmäßigen Tempo – während man zusammen räumt nimmt man das Frühstück zu sich und rollt die Swags zusammen. Dieses Unterfangen gestaltet sich manchmal nicht ganz so einfach und ist tödlich für weiche Fingernägel – immerhin muss man ja eine Matratze aufrollen!

An einem riesigen Termitenhügel stoppten wir. Hier einige Fakten
- Königin wird 70 Jahre alt
- Der Hügel wächst pro Jahr ca. 1m. Da nach dem Tod der Königin das ganze Volk stirbt, wird also solch ein Hügel nicht höher als 7-8 Meter
- Der König wird nur 3 Jahre alt
- Aber bei 2500 Babies am Tag kann sich die Königin locker einen neuen König aussuchen
- Sehr verwinkelter Baustil im ‚Kathedralenstil‘ mit vielen Türmchen um immer ein Eckchen zu finden, dass sich im Schatten befindet und nicht so sehr erhitzt





An den Tollmer Wasserfällen kann man
leider nicht schwimmen - dafür aber
einen schönen Spaziergang machen.









Golden Orbs – Seidenspinnen - die ihre winzigen
männlichen Spielgefährten nach dem Akt
fressen und deren Name davon kommt,
dass ihre Seidennetze golden schimmern.

Flughunde, die tagsüber in den Bäumen
hängen und schlafen. 

1,2km Rundgang zur Spitze des Wasserfalls

Hier fließt das Wasser ganz ruihig

‚Andreaskreuz‘-Spinne erhält ihren Namen vom Apostel
Andreas, der an einem Kreuz mit schrägen Balken
hingerichtet wurde. Diese Spinne hatte ich in
Australien schon oft gesehen – jedoch jetzt
erst identifizieren können und herausgefunden,
dass sie gar nicht typisch australisch ist… wir haben
sie nämlich in Deutschland auch: die Wespenspinne
(
http://de.wikipedia.org/wiki/Wespenspinne)


Tracey und Mama vorne am Wasserfall...

...mit der Kamera in der Luft balancierend zu schwimmen
ist ganz schön anstrengend... die nächste Cam wird ne
wasserdichte ^^



Grillen zum Mittagessen. Danach haben wir uns im Shop
ein Eis und leckeres Bananenbrot gegönnt.

Weiterfahrt - alle sind am Pennen :D

Nächster Stopp: Buley Rockholes...

...super klares Wasser und viele kleine Pools zum
planschen. Allerdings ist es hier immer sehr überfüllt.
Diese Erfahrung musste ich letztes Jahr schon machen.
Trotzdem sehr schön hier!!

An den Florence Falls angekommen stapften wir zunächst 135 Stufen runter zum Pool. Freddy hatte das übrige Toastbrot mitgenommen und die Fische dort angelockt. Obwohl überall Menschen im Wasser waren, haben sich die Fische nicht davon abhalten lassen in Scharen anzuschwimmen und zu fressen – es war unglaublich. Wir standen mittendrin und konnten die Tiere sogar streicheln. Toll :D Als ich später dann ein Bild von Mama vor dem Wasserfall machen wollte, schwamm die ganze Zeit eine Dame vor die Linse und ich hab angefangen mich über sie aufzuregen und dies auch laut kund getan – auf Deutsch! Besagte Dame meinte dann irgendwann – auch auf Deutsch!! – ich könnte sie doch auch einfach bitten aus dem Weg zu gehen… uuuups… peinlich ^^ Ich muss mich echt schnellstmöglich wieder daran gewöhnen, dass viele Deutsche in Australien unterwegs sind – in Dalwallinu war das anders – da waren ich und Henning die einzigen, die über alle lästern konnten und keiner verstand was ^^



Man sieht sie schlecht auf dem Bild - aber
um Mama herum sind dutzende Fische


Das Bild, das ich machen wollte, in das die Deutsche
ständig reingeschwommen ist... uuuups ^^

Florence Wasserfälle bevor es die 135 Stufen runter
zum Pool geht




Die ‚nur‘ anderthalbstündige Rückfahrt nach Darwin wurde von drei Stopps unterbrochen. Die einzige Erklärung hierfür muss sein, dass Freddy mit den angesteuerten Verkäufern Abmachungen hatte seine Gruppe vorbei zu bringen. Ich kannte dies ja schon von meiner ersten Wwoofing-Aktion im Banyan Tree Caravanpark in Batchelor – wo jeden Morgen und Mittag die Tourgruppen wie Heuschreckenschwärme einfielen und die Kühltruhen mit Softeis oder Getränken leer räumten. Und genau hier stoppte ich dieses Mal auch – nur stand ich auf der anderen Seite der Ladentheke. Bei Elke und Harald! Ich war mir nicht so sicher, ob die beiden mich wirklich wieder erkannten – meinen Namen wussten sie mit Sicherheit nimmer – aber dass ich mal kurze Zeit hier gearbeitet hatte, wussten sie noch. Es ist schön Leute wieder zu treffen, mit denen man mal zu tun hatte. Den beiden geht es gut und obwohl wir leider nur wenige Minuten Zeit hatten bis Freddy wieder weiter fahren wollte, haben wir uns nett unterhalten. Harald hat uns sogar noch eine kleine Tüte seines Känguru-Jerkies mitgegeben, das Mama im Bus direkt probiert hat. Zur Erinnerung: als ich letztes Jahr hier war, musste ich mal einen Nachmittag lang mit Katrin das Fleisch für Haralds selbstgetrocknetes Känguru-Jerkie klein schneiden.

Känguru-Jerkie... gewöhnungsbedürftig
Foto vom letzten Jahr - als ich Känguru-Fleisch
für das Jerky geschnitten hab


Nach einem weiteren Stopp an einem Roadhouse – ich fragte mich so langsam, wieviel Eis wir denn eigentlich bei all diesen Stopps essen sollten?!?! - hielten wir das dritte Mal beim ‚Digeridoo Hut and Art Gallery‘. Wie es der Name schon sagt, könnte man hier Digeridoos oder andere Kunst erstehen – wenn man es denn wollte. Und von uns wollte natürlich niemand, denn die ganze Gruppe bestand ja quasi aus Rucksacktouristen, die weder übriges Geld noch Platz im Handgepäck haben. Das einzige Interessante an dieser Hütte waren die Schlange und die Vögel, die gehalten werden um Touristen anzulocken. Immerhin hatten wir also wenigstens ein kleines bisschen was von diesem Stopp…







Schwarzer Rot-Schwanz Kakadu




Gala - bzw.zu Deutsch 'Rosakakadu'
http://de.wikipedia.org/wiki/Rosakakadu




Gegen 17Uhr waren wir wieder in Darwin und haben im Youth Shack Hostel eingecheckt, wo wir einige Tage zuvor unsere Taschen schon zwischengelagert hatten. Die Agentur hatte mich vorm Tourstart schon angerufen, dass wir kein eigenes Bad für unser Doppelzimmer haben und dafür etwas Geld zurück gekommen würden. Das war für uns soweit in Ordnung – jedoch stellte sich jetzt beim Check In heraus, dass wir nicht mal ein Doppelzimmer haben sollten. Immerhin waren wir aber mit Tracey und Anne-Claire – zwei Mädels von unserer Tour – in einem Zimmer. Das war dann noch vertretbar. Dennoch ärgerlich – immerhin hatte ich einen Doppelzimmeraufschlag bezahlt. Nachdem wir jedoch das Zimmer und die Betten bezogen hatten, klopfte der Hostelmanager an um uns mitzuteilen, dass nun doch ein Doppelzimmer frei geworden sei und wir umziehen könnten – darauf hatten wir dann aber schon keine Lust mehr. Bin mal gespannt, ob wir das Geld zurück bekommen oO

Quelle: http://www.hostels.com/hostels/darwin/youth-shack/16551


Um 19:30 Uhr traf sich die Gruppe nochmal zum Essen – das ist so üblich nach einer Tour – man geht am letzten Abend nochmal zusammen weg. Mama und ich waren jedoch so beschäftigt mit hin- und herpacken, Moskitospray kaufen und im Internet zu surfen, dass wir erst um zehn fertig waren. Mama ging dann ins Bett und ich nach Rücksprache noch in den Club, wo die Gruppe sein sollte. Hier waren Tourguide Freddy mit Tourteilnehmerin M. und unsere Schweizerin S.mit dem Amerikaner D.schon heftig am rumknutschen und ich fragte mich, was ich wohl noch alles verpasst hatten beim Abendessen. Ich war die halbe Nacht mit der französischen Bussitzklauerin und unserer Zimmermitbewohnerin Anne-Claire unterwegs und gegen 1:30 sind wir erst ins Bett. Tolle Aussichten wenn man bedenkt, dass wir um 5:30 schon wieder auf der Matte stehen sollten. Übrigens hab ich auch erfahren, dass nicht – wie angekündigt – Freddy mit uns auf Tour nach Alice Springs gehen, sondern ein anderer Tourguide uns am frühen Morgen abholen würde. Wir dürfen also gespannt sein…


Quelle:
http://www.tripadvisor.com.au/Restaurant_Review-
g255066-d3749012-Reviews-Monsoons-Darwin_
Top_End_Northern_Territory.html

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