Die
Nacht sind wir durch gefahren und morgens gegen sieben war ich in Melbourne am
Busbahnhof. Von dort bin ich direkt in den Airport-Shuttle gehüpft – wozu jetzt
noch knausrig sein und auf Umwegen mit 4 verschiedenen öffentlichen Bussen zum
Flughafen fahren?!?! Der Melbourner Flughafen ist nicht besonders – einchecken lief
problemlos – während ich wartete habe ich mich mal wieder über diesen Service
gewundert, wo man seinen Koffer mit Frischhaltefolie einwickeln lassen kann.
Wieso tut man das? Aus Angst, dass er auseinander bricht? Oder hat man was zu
verbergen? Was macht eigentlich der Zoll bei solch einem Koffer?
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| Airport Shuttle |
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| Wieso tut man sowas? |
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| Im Raucherbereich mit Sitzgelegenheiten aus Plastikkisten |
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| Das war's dann jetzt wohl mit Australischem Boden oO |
Zum
Glück hatte ich mich am Flughafen noch mit einigen Süßigkeiten eingedeckt, denn
die China Eastern Airline serviert auf Flügen von Melbourne nach Shanghai
nichts Essbares im Flieger. So konnte ich mich zumindest mit M&Ms und Chips
über Wasser halten. Neben mir im Airbus A330 saß ein junger chinesischer Mann,
der in Melbourne studiert. Der junge Kerl war sehr wissbegierig und hat mich
über deutsche Politik und Wirtschaft ausgequetscht. Wollte wissen, was eine Dose
Cola bei uns kostet… ja… was kostet die eigentlich? Hab ich total vergessen oO
Auch hat er mir ohne Aufforderung von den Verhältnissen in China erzählt. Er
sagt, die Universitäten in China seien allesamt für’n A… - das Einstiegsniveau
sei hoch – dann allerdings werden die Studenten faul. Seiner Meinung nach hängt
das damit zusammen, dass jungen Chinesen quasi jegliche Arten sozialer Kontakte
verboten werden bis sie zur Uni gehen. Es ginge immer nur darum einen guten Abschluss
zu machen und einen Studienplatz zu bekommen. Und wenn der mal in der Tasche
ist, lassen sie’s von Eltern unbeobachtet auf der Uni richtig krachen. Klingt doch
gar nicht sooooo anders als bei uns in Deutschland, oder?! J Weiterhin hat er mir zu dieser
1-Kind-Regelung erzählt, dass dies in ländlichen Gefilden gar nicht so streng
gehandhabt würde – allerdings in der Stadt die Leute wohl bis zu 1 Mio Dollar
für die Genehmigung eines zweiten Kindes zahlen würden. Über Umweltverschmutzung
hat er geredet – dass sich in China keiner um die Umwelt schert. Dass der
Kommunismus an vielem Schuld und nicht die beste Lösung sei. Dass Freidenker
ohnehin oft genug von der Bildfläche verschwinden würden und und und… einfach
gesagt: er hat mir ein Ohr abgekaut! Der Weiterflug von Shanghai nach Frankfurt
verlief dagegen ohne weitere Vorkommnisse – die meiste Zeit hatte ich eh geschlafen.
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| Meine einzige Mahlzeit auf'm Flug nach China |
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| Ich versteh kein Wort oO |
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Nicht mal Zigaretten kann man sich kaufen, weil man nix lesen kann. Die Stewardess war mir leider keine Hilfe - die sprach kein Englisch. |
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| Umsteigen in Shanghai |
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Wasserspender, aus dem heißes Wasser raus kommt - hätte ich nur nen Nudle-Snack dabei |
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Eingeschlossene Feuerzeuge. Immerhin werden welche zur Verfügung gestellt. |

Angekommen
in Frankfurt sollte die erste Person, die mich wiedersehen dürfte, T.S. aus F.
sein. Ich wurde an der S-Bahnhaltestelle abgeholt und beim nächsten Bäcker
haben wir uns gleich mal Frühstück geholt. Natürlich wollte ich BREZELN!!! J Weiterhin haben mich N.J. aus L.
& U.E. aus M. in Stuttgart am Bahnhof mit Sekt in Empfang genommen und in
Rottweil wurde ich letztendlich von L.B. aus S. abgeholt, die mich zu meinem
finalen Ziel in Weilen u.d.R. brachte. Mehr Leute wussten eigentlich nicht
Bescheid über meine Heimkehr aus Australien – wie gesagt, sollte es eine
Überraschung sein. Mein Vater hat auch gar nicht schlecht gestaunt, als ich klingelte
und er die Tür auf machte. Mehr erstaunt war er allerdings über meine Freundin L.B.
aus S. – fragte sie, was sie denn hier mache, sie sei ja auch schon lange nicht
mehr da gewesen… dass ICH aber nach knapp nem Jahr Abwesenheit vor der Tür
stand, hatte er gar nicht so richtig realisiert. Meine Mama dann dafür umso
mehr.
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Unter meinen Nebensitzern und mir gab es eine Diskussion, ob uns hier wohl abgelaufene Nüsse vorgesetzt werden (Datum 29.05.13 auf der Verpackung). Eine Dame zwei Reihen weiter vorne hat uns aufgeklärt: in China kommt nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum auf die Ware, sondern das Herstelldatum!! |
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Ich hab ne Mahlzeit verpennt - wurde aber durch einen Sticker darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich gerne melden dürfe, wenn ich nach'm Aufwachen Hunger hätte. Ein Service, den ich sonst noch nicht of gesehen hab. |
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Ich bin ich Frankfurt... DEUTSCHLAND... ich kann es kaum fassen!!! |
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| Frühstück mit Nutella und Brezeln |
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| Und weiter geht's immer näher Richtung Heimat |
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Die Deutsche Bahn... ziemlich alles hat Verspätung... man, wie hab ich das NICHT vermisst! |
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| Und zum zweiten Brezel- und Sektfrühstück in Stuttgart |
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| Der Plettenberg :) |
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| Erst mal noch am Stausee vorbei... |
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| ...und dann heim! |
Fazit:
Elf Monate war ich in Australien unterwegs. Schon nach dem Abitur wollte ich
diese Reise machen – heute bin ich allerdings froh, dass ich es erst mit Ende
20 gemacht habe. In vielen Situationen – z.B. in Hostels – war ich oft mit
Abstand die Älteste… dennoch konnte ich die Erlebnisse dieser elf Monate ganz
anders wahrnehmen als ich es Anfang 20 getan hätte. Ich bin froh, dass ich
gegangen bin. Ich bin froh, dass ich so vieles erleben durfte, so viele
Erfahrungen und Eindrücke sammeln konnte, so viele Menschen kennenlernen dufte.
Ich bin froh, dass mir in Australien klar geworden ist, dass ich nicht mehr
länger in Stuttgart leben und arbeiten möchte – dass ich wieder in meine Heimat
will. Ich bin einfach froh, dass alles so gekommen ist!
E N D E
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