Heute war großer
'ich-hab-da-ja-noch-so-einiges-zu-erledigen'-Tag:
Morgens bin ich zur NAB ('National
Australia Bank') spaziert und hab ein Konto eröffnet. Besser gesagt
sogar zwei Konten: Eines zusätzlich, das ich als eine Art
Tagesgeldkonto bezeichnen würde – hier bekommt man aktuell 5%
Zinsen!!! Ich wäre ja dumm, würde ich bei dem Zinssatz mein Geld in
Deutschland liegen lassen, oder?! ;-) Blöderweise muss ich morgen
nochmal zur Bank, da ich heute die Adresse des Parkes nicht hatte, in
den ich diese Woche noch übersiedeln werde...und die wollen mir ja
schließlich meine australische Visa-Karte und PIN-Nr.zuschicken
(yeah :D).
| Meine neue Bank - die NAB (National Australia Bank) |
Auch ist endlich mal 'mobil-sein'
angesagt – also in den 'Telstra'-Shop (größter australischer
Mobilfunkanbieter) im Mitchel-Einkaufszentrum gelaufen und eine
Prepaid-SIM-Karte für mein Smartphone gekauft. Bei diesen Tarifen
muss man auch erst mal durchblicken – so richtige Flatrates haben
die hier nicht – ziemlich vorsintflutlich :-/ Ich hab also für
30,00 Dollar aufgeladen und hab dafür 250,00 Dollar Gesprächs- und
SMS-Guthaben und 400MB Internet fürs Kästle. Blöd is, dass der
ganze Spaß nach 30 Tagen verfällt. Irgendwie schon logisch, dass
man das Guthaben nicht anhäufen kann – aber da soll mal einer
durchlicken oO Ich darf nur nicht vergessen die ganze Sache wieder
aufzuladen nach 30 Tagen. Ich und Prepaid?!?! Wer hätte das gedacht?
^^
Was auch noch sein musste: eine
australische Steuernummer beantragen. Ich will ja vielleicht doch
irgendwann mal was schaffen hier. Dies geht online – und wohin geht
man in Australien, wenn man 'daheim' kein Internet hat? Genau – in
die Bibliothek! ;-) Also dort wieder verhockt und auch nen Blog-Post
hochgeladen... wenn man nur 100MB hochladen darf, geht das mit den
Bildern leider nicht so schnell... :-(
| Ich glaubte, mich verlaufen zu haben - war aber dann doch richtig ^^ |
Abends war ich nochmal kurz am Strand und dann im 'Botanical Garden'
Darwins unterwegs. Total schön angelegt... gepflegt... überall
Palmen und Beschreibungen der Pflanzen... und das alles nur nen
Katzensprung von Gregs Wohnung entfernt!!! Konnte es kaum fassen,
dass Greg mir nur im Vorbeifahren erzählt hat, dass es hier 'so nen
Park' gibt. Aber für jemanden, für den Palmen und tropische
Gewächse normal sind, scheint sowas wahrscheinlich nicht sonderlich
erwähnenswert. Da es hier aber schon um 19:00 Uhr stockdunkel und
der Tag quasi vorbei ist, konnte ich leider nicht alles erkunden und
werd auf jeden Fall nochmal herkommen. Ach ja - auf'm Weg zum Botanischen Garten hatte ich meine erste direkte Begegnung mit einer älteren Aboriginal-Dame... sie hat mich nach Geld gefragt :-(
| Noch ein Sonnenuntergang am Strand |
Vielleicht hat sich der ein oder andere
über meinen oben stehenden Kommentar wegen des Parkes gewundert...
hier die Auflösung: dank meiner Katrin aus Krefeld – die meisten
haben ja schon von ihr gehört – darf ich nämlich als Wwoofer in
den selben Park zum arbeiten wie sie auch und ich hab endlich mal
wieder jemanden Vertrauten um mich rum. Freu mich schon sehr drauf!
Zur Erklärung: Wwoof steht für
Willing Workers On Organic Farms (freiwillige Arbeiter auf
ökologischen Farmen). Hier hilft man bei den täglich anfallenden
Arbeiten gegen Kost und Logis mit. Bin gespannt. Danke an dieser
Stelle an Katrin, dass du mir diesen Platz organisiert hast :-*
Hier der Link zum Park, falls jemand
vorbeikommen möchte (höhöhö):
http://banyan-tree.com.au/index.html
Da Julie (eine der Französinnen) uns
morgen verlässt und weiter nach Cairns reist, hatten sie und Azelie
heute ihr Abschieds-Abendessen. Es gab schick Wein, Kräcker mit
Käse, Gemüsereis und als Hauptgang (oder Nachtisch?!) Crèpes. Und
wer kann diese dünnen Fladen wohl zubereiten, wenn nicht zwei junge
Französinnen? Hab auch einen abbekommen – mit Bananen und
Schokolade gefüllt – sehr geil. Greg hatte noch von seinen Eltern
einige Flaschen Bier bekommen und zog auch gegen später noch den
teuren Rum heraus und alles in allem war es ein netter Abend. Was
mich allerdings etwas schockiert hat war, dass die beiden jungen
Damen aus Frankreich (22 und 30) Iron Maiden nicht kennen... dafür
kennen sie aber jedes Lied von Rhianna auswendig... die Prioritäten
liegen nunmal bei jedem anders ^^
Muss auch sagen, dass dieses
Couchsurfing zwar echt ne feine Sache ist – aber wenn man wirklich
im Wohnzimmer (Durchgangszimmer) pennen muss, keinerlei Privatsphäre
hat und auch nicht pennen gehen kann, wann man möchte, weil im
Wohnzimmer noch TV geschaut oder Musik gehört oder gelabert wird,
oder man die Moskitos ein und aus gehen können wie sie möchten,
weil die vorhandene Fliegengittertür nie zugemacht wird, kann das
nach ein paar Tagen schon anstrengend werden. Huch, was für ein
langer Satz ^^ Aber wahrscheinlich muss ich mich auch einfach daran
gewöhnen – in nem Hostel mit Stockbetten und 7 Mitbewohnern wär
die Situation noch viel minder... aber genau aus diesem Grund wollte
ich ja eben bei einem Einheimischen wohnen und hatte mir einen
rausgesucht mit Gästezimmer – dass dieses schon belegt ist, konnte
ich ja nicht wissen...
Übrigens: meine zerstochenen Beine
sehen nicht nur aus als sei ich ein Aussätziger mit sonst was für
ner Krankheit – sie jucken dazu hin auch noch wie Sau!!! Bei jedem
Schritt merk ich sie – sei's weil die Socken dran reiben oder die
FlipFlop-Riehmen. Manchmal stöhn ich mitten auf der Straße vor mich
hin wie eine alte, kranke, einsame Jungfer, weil's einfach so
schrecklich ist und werd angestarrt – hihihi :D
ich weiß leider nicht, wieso die schrift jetzt plötzlich dunkler ist als sonst - hab alles gleich eingestellt... ich hoff, man kanns trotzdem lesen.
AntwortenLöschenIch kann es sehr gut lesen und meine Kollegin steht bei mir und "lacht sich kringelig" über deinene Berichte! LG
Löschenich dachte mir schon, dass alle über meine zerstochenen beine lachen werden. ICH FIND DAS ABER NICHT WITZIG :-P
LöschenSusl, also das mit Iron Maiden ist echt ein Schock. Rihanna, uff, das ist natürlich schon hartes Brot.
AntwortenLöschenMann du, das mit den Aborigines ist schon zum Heulen. Im eigenen Land am Rande der Gesellschaft.
Ich wäre schon fix und platt, wenn ich nie schlafen könnte, wann ich wollte und nicht genügend Schlaf und Ruhe hätte.
Aber es gibt doch hoffentlich keine achtbeinigen Kollegen in der Wohnung? Das wäre für mich das Tüpfelchen auf dem i.
Die Schrift ist angenehm. Es gibt also nichts nachteiliges.
ja, das mit den ureinwohnern ist schlimm. wie in den USA auch - die weißen fühlen sich im recht :-(
Löschenin der wohnung hab ich bisher noch keine spinnen gesehen - nur einige spinnennetze. dafür haben wir aber jeden tag ne ameisenstraße in der küche - alles essbare muss unbedingt in den kühlschrank!!!
Nachtrag:
AntwortenLöschenJungfer Susl, ich muss immer noch in Bildschirm lachen. Aber mir wirds mit den österreichischen Gelsen auch wieder ned anders gehen. Ich sehe bei meinem Bruder auch immer aus wie Sau. Hab mir ein Fliegengitter gekauft, das ich mitnehmen werde. Sicher ist sicher.
Allerdings auf der Straße stöhnen, nö, das tu ich ned. Bissle die Contenance bewahren, gell?:-D Höhöhö... wer den Schaden hat und so.....
contenance... was ist das?! :P
LöschenHast du denn dann der alten Aboriginal-Dame Geld gegeben??
AntwortenLöschen@ Gotte: du sollst arbeiten, wenn du bei Mahle bist!! :-p
nein, ich hab ihr kein geld gegeben - hatte nur scheine und das war mir dann doch zu viel zum herschenken.
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