Seiten

Montag, 30. Juli 2012

Schon etwas eingewöhnt Teil 1

Heute war großer 'ich-hab-da-ja-noch-so-einiges-zu-erledigen'-Tag:
Morgens bin ich zur NAB ('National Australia Bank') spaziert und hab ein Konto eröffnet. Besser gesagt sogar zwei Konten: Eines zusätzlich, das ich als eine Art Tagesgeldkonto bezeichnen würde – hier bekommt man aktuell 5% Zinsen!!! Ich wäre ja dumm, würde ich bei dem Zinssatz mein Geld in Deutschland liegen lassen, oder?! ;-) Blöderweise muss ich morgen nochmal zur Bank, da ich heute die Adresse des Parkes nicht hatte, in den ich diese Woche noch übersiedeln werde...und die wollen mir ja schließlich meine australische Visa-Karte und PIN-Nr.zuschicken (yeah :D).


Meine neue Bank - die NAB 
(National Australia Bank)


Auch ist endlich mal 'mobil-sein' angesagt – also in den 'Telstra'-Shop (größter australischer Mobilfunkanbieter) im Mitchel-Einkaufszentrum gelaufen und eine Prepaid-SIM-Karte für mein Smartphone gekauft. Bei diesen Tarifen muss man auch erst mal durchblicken – so richtige Flatrates haben die hier nicht – ziemlich vorsintflutlich :-/ Ich hab also für 30,00 Dollar aufgeladen und hab dafür 250,00 Dollar Gesprächs- und SMS-Guthaben und 400MB Internet fürs Kästle. Blöd is, dass der ganze Spaß nach 30 Tagen verfällt. Irgendwie schon logisch, dass man das Guthaben nicht anhäufen kann – aber da soll mal einer durchlicken oO Ich darf nur nicht vergessen die ganze Sache wieder aufzuladen nach 30 Tagen. Ich und Prepaid?!?! Wer hätte das gedacht? ^^

Mein neuer Mobilfunkanbieter - Telstra


Was auch noch sein musste: eine australische Steuernummer beantragen. Ich will ja vielleicht doch irgendwann mal was schaffen hier. Dies geht online – und wohin geht man in Australien, wenn man 'daheim' kein Internet hat? Genau – in die Bibliothek! ;-) Also dort wieder verhockt und auch nen Blog-Post hochgeladen... wenn man nur 100MB hochladen darf, geht das mit den Bildern leider nicht so schnell... :-(

Ich glaubte, mich verlaufen zu haben -
war aber dann doch richtig ^^


Abends war ich nochmal kurz am Strand und dann im 'Botanical Garden' Darwins unterwegs. Total schön angelegt... gepflegt... überall Palmen und Beschreibungen der Pflanzen... und das alles nur nen Katzensprung von Gregs Wohnung entfernt!!! Konnte es kaum fassen, dass Greg mir nur im Vorbeifahren erzählt hat, dass es hier 'so nen Park' gibt. Aber für jemanden, für den Palmen und tropische Gewächse normal sind, scheint sowas wahrscheinlich nicht sonderlich erwähnenswert. Da es hier aber schon um 19:00 Uhr stockdunkel und der Tag quasi vorbei ist, konnte ich leider nicht alles erkunden und werd auf jeden Fall nochmal herkommen. Ach ja - auf'm Weg zum Botanischen Garten hatte ich meine erste direkte Begegnung mit einer älteren Aboriginal-Dame... sie hat mich nach Geld gefragt :-(


Noch ein Sonnenuntergang am Strand


Botanischer Garten










Vielleicht hat sich der ein oder andere über meinen oben stehenden Kommentar wegen des Parkes gewundert... hier die Auflösung: dank meiner Katrin aus Krefeld – die meisten haben ja schon von ihr gehört – darf ich nämlich als Wwoofer in den selben Park zum arbeiten wie sie auch und ich hab endlich mal wieder jemanden Vertrauten um mich rum. Freu mich schon sehr drauf!
Zur Erklärung: Wwoof steht für Willing Workers On Organic Farms (freiwillige Arbeiter auf ökologischen Farmen). Hier hilft man bei den täglich anfallenden Arbeiten gegen Kost und Logis mit. Bin gespannt. Danke an dieser Stelle an Katrin, dass du mir diesen Platz organisiert hast :-*

Hier der Link zum Park, falls jemand vorbeikommen möchte (höhöhö): http://banyan-tree.com.au/index.html

Da Julie (eine der Französinnen) uns morgen verlässt und weiter nach Cairns reist, hatten sie und Azelie heute ihr Abschieds-Abendessen. Es gab schick Wein, Kräcker mit Käse, Gemüsereis und als Hauptgang (oder Nachtisch?!) Crèpes. Und wer kann diese dünnen Fladen wohl zubereiten, wenn nicht zwei junge Französinnen? Hab auch einen abbekommen – mit Bananen und Schokolade gefüllt – sehr geil. Greg hatte noch von seinen Eltern einige Flaschen Bier bekommen und zog auch gegen später noch den teuren Rum heraus und alles in allem war es ein netter Abend. Was mich allerdings etwas schockiert hat war, dass die beiden jungen Damen aus Frankreich (22 und 30) Iron Maiden nicht kennen... dafür kennen sie aber jedes Lied von Rhianna auswendig... die Prioritäten liegen nunmal bei jedem anders ^^

Die beiden Französinnen Julie und Azelie


Muss auch sagen, dass dieses Couchsurfing zwar echt ne feine Sache ist – aber wenn man wirklich im Wohnzimmer (Durchgangszimmer) pennen muss, keinerlei Privatsphäre hat und auch nicht pennen gehen kann, wann man möchte, weil im Wohnzimmer noch TV geschaut oder Musik gehört oder gelabert wird, oder man die Moskitos ein und aus gehen können wie sie möchten, weil die vorhandene Fliegengittertür nie zugemacht wird, kann das nach ein paar Tagen schon anstrengend werden. Huch, was für ein langer Satz ^^ Aber wahrscheinlich muss ich mich auch einfach daran gewöhnen – in nem Hostel mit Stockbetten und 7 Mitbewohnern wär die Situation noch viel minder... aber genau aus diesem Grund wollte ich ja eben bei einem Einheimischen wohnen und hatte mir einen rausgesucht mit Gästezimmer – dass dieses schon belegt ist, konnte ich ja nicht wissen...

Übrigens: meine zerstochenen Beine sehen nicht nur aus als sei ich ein Aussätziger mit sonst was für ner Krankheit – sie jucken dazu hin auch noch wie Sau!!! Bei jedem Schritt merk ich sie – sei's weil die Socken dran reiben oder die FlipFlop-Riehmen. Manchmal stöhn ich mitten auf der Straße vor mich hin wie eine alte, kranke, einsame Jungfer, weil's einfach so schrecklich ist und werd angestarrt – hihihi :D

9 Kommentare:

  1. ich weiß leider nicht, wieso die schrift jetzt plötzlich dunkler ist als sonst - hab alles gleich eingestellt... ich hoff, man kanns trotzdem lesen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kann es sehr gut lesen und meine Kollegin steht bei mir und "lacht sich kringelig" über deinene Berichte! LG

      Löschen
    2. ich dachte mir schon, dass alle über meine zerstochenen beine lachen werden. ICH FIND DAS ABER NICHT WITZIG :-P

      Löschen
  2. Susl, also das mit Iron Maiden ist echt ein Schock. Rihanna, uff, das ist natürlich schon hartes Brot.

    Mann du, das mit den Aborigines ist schon zum Heulen. Im eigenen Land am Rande der Gesellschaft.

    Ich wäre schon fix und platt, wenn ich nie schlafen könnte, wann ich wollte und nicht genügend Schlaf und Ruhe hätte.

    Aber es gibt doch hoffentlich keine achtbeinigen Kollegen in der Wohnung? Das wäre für mich das Tüpfelchen auf dem i.

    Die Schrift ist angenehm. Es gibt also nichts nachteiliges.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja, das mit den ureinwohnern ist schlimm. wie in den USA auch - die weißen fühlen sich im recht :-(
      in der wohnung hab ich bisher noch keine spinnen gesehen - nur einige spinnennetze. dafür haben wir aber jeden tag ne ameisenstraße in der küche - alles essbare muss unbedingt in den kühlschrank!!!

      Löschen
  3. Nachtrag:

    Jungfer Susl, ich muss immer noch in Bildschirm lachen. Aber mir wirds mit den österreichischen Gelsen auch wieder ned anders gehen. Ich sehe bei meinem Bruder auch immer aus wie Sau. Hab mir ein Fliegengitter gekauft, das ich mitnehmen werde. Sicher ist sicher.

    Allerdings auf der Straße stöhnen, nö, das tu ich ned. Bissle die Contenance bewahren, gell?:-D Höhöhö... wer den Schaden hat und so.....

    AntwortenLöschen
  4. Hast du denn dann der alten Aboriginal-Dame Geld gegeben??

    @ Gotte: du sollst arbeiten, wenn du bei Mahle bist!! :-p

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. nein, ich hab ihr kein geld gegeben - hatte nur scheine und das war mir dann doch zu viel zum herschenken.

      Löschen