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Dienstag, 31. Juli 2012

Schon etwas eingewöhnt Teil 2



Heute gings also nochmal zur Bank, weil die ja meine Adresse brauchen. Bin am Schalter an nen Azubi geraten, der erst drei Mal am Nachbarschalter nachfragen musste und mich dann an ne Kollegin weitergereicht hat. Hallo?! Ich wollte ihm doch nur meine Telefonnummer und Adresse mitteilen ^^ Gestern hatte ich bei der Bankangestellten 'Maddie' (die schreiben hier die Vornamen auf die Namensschilder!) ein sehr gutes Gefühl – heute jedoch kam's mir so vor als hätten die keine Ahnung von dem, was sie tun. Meine simple Frage war: Wieviel Gebühr berechnet mir die NAB (National Australia Bank), wenn ich mit meiner deutschen Kreditkarte an deren Automaten abheb? Mir war klar, dass sie nicht wissen können, ob meine deutsche Bank was berechnet – aber das war ja auch nicht die Frage – nachdem dann sogar der Manager gekommen ist und mitgemischt hat, hab ich gesagt, dass ich's einfach ausprobier und bin zum ATM (Bankautomat) gestapft um 600 AUD abzuheben. Die hab ich auf direktem Wege wieder zum Schalter getragen und diesmal war der nette Azubi sogar prompt in der Lage mir weiterzuhelfen :)
Und übrigens: die australische Bank berechnet keine zusätzlichen Gebühren dafür, dass eine ausländische Kreditkarte bei ihr Geld abhebt!! In Thailand und den USA beispielsweise haben die immer noch was draufgeschlagen – daher mein Interesse.

Zwar ein Zettel vom folgenden Tag - aber hier
sieht mans: 'ATM Operator Fee 0,00 AUD.
Sehr gut :)




Ich dachte immer, ich würde in tropische Gefilde übersiedeln – aber in Darwin ist es jetzt nicht so schön warm wie ich dachte bzw.mir erhofft hatte. Zwar tagsüber schon 30 Grad aufwärts – aber nachts kann's doch ganz schön abkühlen, sodass ich auch schon mit langer Hose und Fleecepulli geschlafen hab. Daher war ich nach meinem Bankbesuch noch auf der Suche nach sexy Leggings, die hier irgendwie alle tragen. Hab natürlich ganz im Schwaben-Stil nicht sofort gekauft, sondern bin in verschiedenen Läden gewesen – eine wollte ich dann anprobieren und stand vor verschlossenen – aber dennoch leeren - Umkleidekabinen. Mein Gesicht könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen ;) Hier muss man erst zu ner Verkäuferin und sagen, dass man was anprobieren möchte- sie kommt dann mit und schließt die Kabine auf. Ob das in allen Klamottenläden so ist, werde ich mal beobachten ^^ Die Leggings sah übrigens scheisse aus und ich hab sie zurückgehängt :D

Klamottenladen mit abgeschlossenen Unkleidekabinen ^^






Da fällt mir noch was zum Supermarkt-Einkauf ein: ihr alle kennt wahrscheinlich die 'do-it-yourself'-Kassen beim Ikea? Wo keine Kassierein hockt, sondern man selbst seine Sachen einscannen kann... genau solche Kassen gibt’s hier im SUPERMARKT auch – tolle Sache!

Self-serve Checkout... man ist sein eigener Kassierer!




Nachdem ich in der Bibliothek erst mal mein australisches Bankkonto online bestaunt hatte (musste ja prüfen, ob der Azubi es tatsächlich richtig gemacht hat... hat er!) bin ich ENDLICH mal dazu gekommen im Meer planschen zu gehen. 'Meer' is etwas übertrieben, denn ich war in der Lagune, die vom Meer abgetrennt ist, damit man hier ohne Krokodile und Quallen schwimmen kann. Erstaunt über die doch sehr erfrischende Temperatur des Wassers bin ich auch ziemlich schnell wieder raus aus dem kühlen Nass und hab mich in der Sonne trocken gelegt.
Hierbei wurde ich nach einiger Zeit durch ein: 'Hey, how are you going?' ('He du, was geht ab?') gestört und sah mich einem australischen Menschen gegenüber, der tatsächlich MICH angesprochen hat – was sagt man denn dazu?! :D Der Gute heißt Brad, ist 35 und lebt in Melbourne – ist hier grad zu Besuch bei seiner Mutter und sucht Anschluss... und das bei mir- seh ich etwa aus, als könnte ich hier Fremdenführer spielen?! ^^ Haben uns gut unterhalten und für den Abend auf ein paar Bier verabredet. Ihn versteh ich viel besser als Greg – wahrscheinlich hat dieser auch einfach nur nen richtig fiesen Akzent?!

Darwin bei Nacht




Also ab 'nach Hause' und schick machen – war nur nicht so einfach, denn Betty war zurück von ihrem 3tägigen Trip in den Kakadu Nationalpark und eine neue Französin hat sich mir als Annabelle vorgestellt. Und natürlich wollen alle duschen gehen :D Als ich gerade mal dachte, ich wäre nun an der Reihe, sprang die Wohnungstür auf und zwei weitere neue, weibliche Gesichter tauchten auf. Madeleine (Französin) und Nina (Finnin). Die beiden haben das selbe Problem wie viele andere Backpacker in Darwin zum jetzigen Zeitpunkt: alle Hostels voll und keinen Schlafplatz. Bzw.haben die beiden einen Camper, aber darin ja kein fließend Wasser und so hat Greg ihnen angeboten auf seinem Parkplatz zu 'wohnen' und in seiner Wohnung das Bad und die Küche mitzubenutzen. Alles in allem sind wir dann jetzt also sieben Personen in einer drei-Zimmer-Wohnung mit einem Badezimmer... ich konnte es kaum fassen!!!!

Blick von Gregs Balkon bei Nacht 




Hab dann gemacht, dass ich fort komm und bin mit Brad von Bar zu Bar gezogen – in jeder haben wir ein anderes australisches Bier getrunken und obwohl ich mehrere Versuche unternommen hatte, hat er überall und alles bezahlt. Sein Kommentar war übersetzt: 'ich geh am Montag wieder arbeiten und verdien Geld – du nicht.' Ich will mich jetzt nicht beschweren... aber... ach... ich beschwer mich einfach nicht – war schon recht so :) Ich glaube, er hat sich vom Fleck weg in mich verliebt, als wir auf das Thema Auto und Motorrad gekommen sind – er fand's richtig klasse, dass ich Motorrad fahr und war dermaßen begeistert von dem Bild mit Matze und Tommy auf unseren Motorrädern, dass er mich spontan zu sich nach Melbourne eingeladen hat um mit mir Motorradfahren zu gehen. Als er mich aber beim Gang über die Straße vor nem Auto retten musste, weil ich immer noch in der falschen Richtung (ACHTUNG: Linksverkehr!!) nach heranbrausenden Autos schau, hat er sich das mit der Einladung wohl nochmals überlegt ^^

Achtung Linksverkehr!!

'Falsch herum' in den Kreisverkehr :D





Auf jeden Fall wars ein sehr gelungener Abend – hatte selten so nen Gentleman um mich herum... hat mir ein Kompliment über mein Aussehen gemacht, als wir uns trafen, mir immer die Tür aufgehalten, den Stuhl hingeschoben... echt fein. Eine der Französinnen haben wir noch getroffen auf nen kurzen Plausch in einer Bar und mit Betty hab ich mich um zwei Uhr morgens zusammen telefoniert, damit wir zusammen nach Hause gehen können – natürlich nicht, ohne Brad an unserer Seite zu wissen, denn natürlich hat er uns begleitet – wie sich das gehört ;)

Brad und ich in irgendner Kneipe in Darwin




2 Kommentare:

  1. Du herzensbrecherin :-) Heheee wart ab, da unten findest noch deinen Traummann, wie Bella ;-*

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    1. also... ich sag dir jetzt genau das, was ich auch brad des öfteren erzählen musste: ICH SUCH IN AUSTRALIEN KEINEN MANN!!! :P

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