Donnerstag,
18. Oktober 2012
Murray
ging um 5Uhr morgens durch die Zeltreihen und jeder, der wollte,
konnte sich einem Gang zum Strand anschließen um den Sonnaufgang zu
sehen. Ich hab es dank des vielen Goons am gestrigen Abend leider
nicht aus dem Schlafsack geschafft – bzw. hatte ich gar keinen
Schlafsack mehr – nur noch mein Inlet - denn ich hatte meinen
Schlafsack Alan geliehen, der es gestern versäumt hatte im Hostel
einen zu mieten – ihm war wohl nicht klar, wie sehr es hier Nachts
abkühlt - ICH wusste es nun – denn ich war komplett durchgefroren
:-(
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| Frühstück |
Beim
Zeltabbau schrien die Holländerinnen dann plötzlich wie am Spieß –
deren Zelt fing gespenstisch an zu wackeln als würden sie darin Purzelbäume schlagen und sie stürzten in Todesangst heraus.
Die Huntsman-Spinne (giftig – aber nicht tödlich), die sich in
deren Unterkunft geschlichen hatte war aber auch echt von stattlicher
Größe (ca.Handteller groß!!) - da darf man schon mal erschrecken.
Mir ging jedoch gehörig gegen den Strich, dass Paul das Tier getötet
hat – man hätte sie sicherlich auch lebendig aus dem Zelt holen
können oO
Vom
Campingplatz aus sind wir zur Wungul-Sanddüne gelaufen... war gar
nicht so ganz ohne mit nem Kater-Kopf bei 30 Grad auf nen Sandhügel
zu steigen – aber der Ausblick war grandios:
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| Dingozaun |
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| Tobi, ich und Alan |
Auf
Höhe des 'Lake Wabby' hielten wir am Strand an und aßen zu Mittag.
Ohne abzuwarten, was Murray uns bezüglich des Sees oder des
Rückkehrzeitpunktes zu sagen hatte, kapselten sich die Spanier mal
wieder ab und verschwanden in Richtung See. Solch ein egoistisches
Verhalten hab ich selten erlebt – führte jedoch auch dazu, dass
sie den Wal nicht sehen konnten, der einige Minuten später in
Strandnähe seine Sprünge vollführte. Haha – Schadenfreude ist
bekanntlich die beste Freude, gell?! :D
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| Winkender Wal :D |
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| Das is mal ein großer Bus ^^ |
Der
Spaziergang zum See war länger als erwartet und da Alan und ich
immer noch lädiert von letzter Nacht waren, quälten wir uns im
Schneckentempo durch den Wald. Der letzte Streckenabschnitt ging
wieder über eine Sanddüne, wo der Sand jetzt um die Mittagszeit so
heiß war, dass man entweder barfuß rennen oder sich mühsam mit
FlipFlops durchbahnen musste (wegen des weichen Sandes sinkt man
schnell ein – außerdem geht es steil bergab). Das Bad im See war
eine Erlösung und im glasklaren Wasser schwammen dicke Catfish
(Welse) um uns herum. Leider gab es weit und breit kein schattiges
Plätzchen, sodass ich als ANTI-Sonnenanbeter nur unter meinem Sarong
saß und mich bei Zeiten gemeinsam mit Alan zurück zum Strand begab.
Unterwegs wollte mir dieser unmännlichste aller Männer dann
beweisen, dass er uns gegen einen Dingo selbst im Katerzustand
verteidigen könne und hat sich einen langen Stock gesucht.... tjo...
besagter Stock war morsch und brach bei der ersten kleinen Bewegung
bis auf das kleine Stück in seiner Hand auseinander... hahahaha...
sein verdutzter Gesichtsausdruck... hahahaha... was für ein Anblick
:D Jedenfalls haben wir uns dann darauf geeinigt, dass wir es bei der
bisherigen Rollenverteilung belassen: wenn irgendwo was raschelt, geh
ICH nachschauen ^^

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| Das Ziel ist nahe!! |
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| Hat wohl grad viel Wasser der See |
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| Wie is'n der Baum gewachsen?! oO |
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| Dingo am Strand |
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| Dingozaun bzw.Übergang für Fahrzeuge |
Die
Fahrt ging weiter zum Campingplatz nahe der 'Central Station' – wo
ich unser Zelt alleine aufschlug – Alan ist wirklich zu nichts zu
gebrauchen oO
Wieder
rissen sich die Spanier regelrecht darum kochen zu dürfen – heute
gab es Spaghetti Bolognese. Nicht all zu kompliziert, wenn man
bedenkt, dass wir als Soße Fertigtomatensoße aus dem Glas hatten
und es nur darum ging das Hackfleisch anzubraten.
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| Kochen |
Die
Spanier wollten meiner Meinung nach nur kochen, damit sie sich vor
dem Abspülen drücken und nach dem Essen schnellstmöglich mit ihren
Saufspielchen beginnen konnten. Als die 'Dons' (Schimpfwort der
Briten für Spanier) dann bei Zeiten besoffen waren wurden sie wieder
laut – nicht, dass sie nüchtern weniger laut waren... jeder weiß,
wie leidenschaftlich Südländer ihrer Meinung Ausdruck verleihen
können – nur sind sie besoffen noch lauter.
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Wir haben Ewigkeiten auf dem Goon-Bag
Montagsmaler gespielt ^^ |
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| Sehr einfallsreich Alan... tststs ^^ |
Die
freche Maite – die sich gerne von anderen bedienen lässt und coole
Sprüche ablässt, von denen niemand weiß, ob sie ernst oder Spaß
sind, geriet von einer Sekunde auf die andere mit Spanier Ivan
aneinander. Aus Spaß wurde ernst als er ihr einen Papierfetzen in
den Nackenausschnitt stopfte und ihre komplett überzogene Reaktion
darauf war ihm einen vollen Becher Wein in seinen Nackenausschnitt zu
kippen. Es ging alles verdammt schnell – Ivan hätte ihr fast eine
reingehauen – hatte schon die Faust geballt und ausgeholt - sich
jedoch im letzten Moment glücklicherweise besonnen, sie 'nur' grob
von der Bank geschupst und nen weiteren Becher Goon
hinterhergeworfen, sodass nun auch sie nass vom Wein war. Das
Geschrei war groß und ich wusste nicht mal, auf wessen Seite ich
mich im Falle des Falles hätte stellen sollen – denn beide haben
scheisse reagiert. Als Ivan jedoch einfach nicht aufhörte Maite
anzuschreien und als ungezogenes Gör zu beschimpfen, ging er mir
zunehmend auf die Nerven. Sogar Stunden später – als Maite längst
im Zelt lag und schlief – hat Ivan noch herumgeschrien und Teller
und Tassen 20m durch den Wald aufs Zelt der Holländerinnen geworfen.
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Mama-Possum mit Baby-Possum auf dem Rücken.
Die beiden wollten sich durch unseren Müllsack fressen -
haben sie dabei erwischt und das kleine ist panisch davon-
gerannt. Nicht damit rechnend, dass ein Zelt da steht und
mitten in das Zelt gekracht - lustig ^^ |
Die
Spanier haben sich gnadenlos zugesoffen – und als sie mitten in der
Nacht auch noch anfingen sich an den Essensvorräten der Gruppe zu
schaffen zu machen, war mir auch klar, wieso Murray heute im teuren
Inselsupermarkt nen weiteren Pack Toast gekauft hatte. Das Essen ist
mehr oder weniger rationiert – jeder hat täglich zwei Weckle, 2
Scheiben Wurst und insgesamt 2 Äpfel und 1 Orange – wenn sich
allerdings besoffene Spanier nachts heimlich an den Vorräten zu
schaffen machen, gehen die Vorräte schneller als gedacht zu Ende ^^
Genauso verhielt es sich mit den gekauften Knabbereien – denn pro
Auto standen je 1 Packung Chips und Cookies zur Verfügung – Murray
machte uns darauf aufmerksam, dass wir uns diese Knabbereien
einteilen sollten – denn wenn wir alles am ersten Tag aufreissen
würde am dritten Tag nichts mehr übrig sein. Tjo... schon gestern –
als die drei Spanier alle vorne im Auto saßen – waren beide
Packungen aufgerissen und diese unmöglichen Personen haben sie nicht
mal nach hinten zu uns anderen durchgegeben, sondern alles selbst
gefuttert oO
Wie
dem auch sei – an Schlaf war am zweiten Abend lange nicht zu denken
– denn die Dons bekamen einfach nicht genug. Als sie dann auch noch
anfingen Batterien auf die umstehen Zelte zu werfen platzte Alen
irgendwann der Kragen. Er stürmte wütend aus dem Zelt und machte
sie zur Sau. Tatsächlich bewirkte er mit seinem Wutausbruch, dass
die Spanier sich in ihr Zelt verzogen – Ivan jedoch nicht ohne
vorher nochmal heftig an Maites Zelt zu rütteln und sie zu
beschimpfen ^^
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