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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Fraser Island Tour Tag 2



Donnerstag, 18. Oktober 2012

Murray ging um 5Uhr morgens durch die Zeltreihen und jeder, der wollte, konnte sich einem Gang zum Strand anschließen um den Sonnaufgang zu sehen. Ich hab es dank des vielen Goons am gestrigen Abend leider nicht aus dem Schlafsack geschafft – bzw. hatte ich gar keinen Schlafsack mehr – nur noch mein Inlet - denn ich hatte meinen Schlafsack Alan geliehen, der es gestern versäumt hatte im Hostel einen zu mieten – ihm war wohl nicht klar, wie sehr es hier Nachts abkühlt - ICH wusste es nun – denn ich war komplett durchgefroren :-(


Frühstück 


Beim Zeltabbau schrien die Holländerinnen dann plötzlich wie am Spieß – deren Zelt fing gespenstisch an zu wackeln als würden sie darin Purzelbäume schlagen und sie stürzten in Todesangst heraus. Die Huntsman-Spinne (giftig – aber nicht tödlich), die sich in deren Unterkunft geschlichen hatte war aber auch echt von stattlicher Größe (ca.Handteller groß!!) - da darf man schon mal erschrecken. Mir ging jedoch gehörig gegen den Strich, dass Paul das Tier getötet hat – man hätte sie sicherlich auch lebendig aus dem Zelt holen können oO




Vom Campingplatz aus sind wir zur Wungul-Sanddüne gelaufen... war gar nicht so ganz ohne mit nem Kater-Kopf bei 30 Grad auf nen Sandhügel zu steigen – aber der Ausblick war grandios:



Dingozaun






180° Video auf dem Gipfel der Sanddüne:    http://youtu.be/sLNLzfy5xEM




Auf Höhe des 'Lake Wabby' hielten wir am Strand an und aßen zu Mittag. Ohne abzuwarten, was Murray uns bezüglich des Sees oder des Rückkehrzeitpunktes zu sagen hatte, kapselten sich die Spanier mal wieder ab und verschwanden in Richtung See. Solch ein egoistisches Verhalten hab ich selten erlebt – führte jedoch auch dazu, dass sie den Wal nicht sehen konnten, der einige Minuten später in Strandnähe seine Sprünge vollführte. Haha – Schadenfreude ist bekanntlich die beste Freude, gell?! :D


Winkender Wal :D

Das is mal ein großer Bus ^^



Der Spaziergang zum See war länger als erwartet und da Alan und ich immer noch lädiert von letzter Nacht waren, quälten wir uns im Schneckentempo durch den Wald. Der letzte Streckenabschnitt ging wieder über eine Sanddüne, wo der Sand jetzt um die Mittagszeit so heiß war, dass man entweder barfuß rennen oder sich mühsam mit FlipFlops durchbahnen musste (wegen des weichen Sandes sinkt man schnell ein – außerdem geht es steil bergab). Das Bad im See war eine Erlösung und im glasklaren Wasser schwammen dicke Catfish (Welse) um uns herum. Leider gab es weit und breit kein schattiges Plätzchen, sodass ich als ANTI-Sonnenanbeter nur unter meinem Sarong saß und mich bei Zeiten gemeinsam mit Alan zurück zum Strand begab. Unterwegs wollte mir dieser unmännlichste aller Männer dann beweisen, dass er uns gegen einen Dingo selbst im Katerzustand verteidigen könne und hat sich einen langen Stock gesucht.... tjo... besagter Stock war morsch und brach bei der ersten kleinen Bewegung bis auf das kleine Stück in seiner Hand auseinander... hahahaha... sein verdutzter Gesichtsausdruck... hahahaha... was für ein Anblick :D Jedenfalls haben wir uns dann darauf geeinigt, dass wir es bei der bisherigen Rollenverteilung belassen: wenn irgendwo was raschelt, geh ICH nachschauen ^^



Das Ziel ist nahe!!


Hat wohl grad viel Wasser der See 


Wie is'n der Baum gewachsen?! oO
Dingo am Strand


Dingozaun bzw.Übergang für Fahrzeuge



Die Fahrt ging weiter zum Campingplatz nahe der 'Central Station' – wo ich unser Zelt alleine aufschlug – Alan ist wirklich zu nichts zu gebrauchen oO





Wieder rissen sich die Spanier regelrecht darum kochen zu dürfen – heute gab es Spaghetti Bolognese. Nicht all zu kompliziert, wenn man bedenkt, dass wir als Soße Fertigtomatensoße aus dem Glas hatten und es nur darum ging das Hackfleisch anzubraten.


Kochen


Die Spanier wollten meiner Meinung nach nur kochen, damit sie sich vor dem Abspülen drücken und nach dem Essen schnellstmöglich mit ihren Saufspielchen beginnen konnten. Als die 'Dons' (Schimpfwort der Briten für Spanier) dann bei Zeiten besoffen waren wurden sie wieder laut – nicht, dass sie nüchtern weniger laut waren... jeder weiß, wie leidenschaftlich Südländer ihrer Meinung Ausdruck verleihen können – nur sind sie besoffen noch lauter.


Wir haben Ewigkeiten auf dem Goon-Bag
Montagsmaler gespielt ^^

Sehr einfallsreich Alan... tststs ^^


Die freche Maite – die sich gerne von anderen bedienen lässt und coole Sprüche ablässt, von denen niemand weiß, ob sie ernst oder Spaß sind, geriet von einer Sekunde auf die andere mit Spanier Ivan aneinander. Aus Spaß wurde ernst als er ihr einen Papierfetzen in den Nackenausschnitt stopfte und ihre komplett überzogene Reaktion darauf war ihm einen vollen Becher Wein in seinen Nackenausschnitt zu kippen. Es ging alles verdammt schnell – Ivan hätte ihr fast eine reingehauen – hatte schon die Faust geballt und ausgeholt - sich jedoch im letzten Moment glücklicherweise besonnen, sie 'nur' grob von der Bank geschupst und nen weiteren Becher Goon hinterhergeworfen, sodass nun auch sie nass vom Wein war. Das Geschrei war groß und ich wusste nicht mal, auf wessen Seite ich mich im Falle des Falles hätte stellen sollen – denn beide haben scheisse reagiert. Als Ivan jedoch einfach nicht aufhörte Maite anzuschreien und als ungezogenes Gör zu beschimpfen, ging er mir zunehmend auf die Nerven. Sogar Stunden später – als Maite längst im Zelt lag und schlief – hat Ivan noch herumgeschrien und Teller und Tassen 20m durch den Wald aufs Zelt der Holländerinnen geworfen.


Mama-Possum mit Baby-Possum auf dem Rücken.
Die beiden wollten sich durch unseren Müllsack fressen -
haben sie dabei erwischt und das kleine ist panisch davon-
gerannt. Nicht damit rechnend, dass ein Zelt da steht und
mitten in das Zelt gekracht - lustig ^^


Die Spanier haben sich gnadenlos zugesoffen – und als sie mitten in der Nacht auch noch anfingen sich an den Essensvorräten der Gruppe zu schaffen zu machen, war mir auch klar, wieso Murray heute im teuren Inselsupermarkt nen weiteren Pack Toast gekauft hatte. Das Essen ist mehr oder weniger rationiert – jeder hat täglich zwei Weckle, 2 Scheiben Wurst und insgesamt 2 Äpfel und 1 Orange – wenn sich allerdings besoffene Spanier nachts heimlich an den Vorräten zu schaffen machen, gehen die Vorräte schneller als gedacht zu Ende ^^ Genauso verhielt es sich mit den gekauften Knabbereien – denn pro Auto standen je 1 Packung Chips und Cookies zur Verfügung – Murray machte uns darauf aufmerksam, dass wir uns diese Knabbereien einteilen sollten – denn wenn wir alles am ersten Tag aufreissen würde am dritten Tag nichts mehr übrig sein. Tjo... schon gestern – als die drei Spanier alle vorne im Auto saßen – waren beide Packungen aufgerissen und diese unmöglichen Personen haben sie nicht mal nach hinten zu uns anderen durchgegeben, sondern alles selbst gefuttert oO

Wie dem auch sei – an Schlaf war am zweiten Abend lange nicht zu denken – denn die Dons bekamen einfach nicht genug. Als sie dann auch noch anfingen Batterien auf die umstehen Zelte zu werfen platzte Alen irgendwann der Kragen. Er stürmte wütend aus dem Zelt und machte sie zur Sau. Tatsächlich bewirkte er mit seinem Wutausbruch, dass die Spanier sich in ihr Zelt verzogen – Ivan jedoch nicht ohne vorher nochmal heftig an Maites Zelt zu rütteln und sie zu beschimpfen ^^ 

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