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Freitag, 19. Oktober 2012

Fraser Island Tour Tag 3


Freitag, 19. Oktober 2012

Egoistischer Weise hatte ich letzte Nacht meinen Schlafsack NICHT verliehen – Alan tat mir zwar leid, da er sich nur mit seinem Handtuch zudecken konnte – aber wieso soll ICH frieren, weil ER vergisst sich einen Schlafsack mitzunehmen?? Murray hatte in Hervey Bay mehrmals darauf hingewiesen, dass ein Schlafsack unerlässlich sei!!! Schnellstmöglich hab ich mir das Frühstück gesichert – ich wusste ja um den Umstand, dass nach dem nächtlichen Mahl der Spanier nicht mehr viel von den Vorräten übrig sein konnte und außerdem musste ich das Zelt wieder alleine abbauen und stand etwas unter Zeitdruck ;)



Nun war es endlich mal an mir den Land Cruiser zu fahren!!! Yeah :D Bin auch NUR ein Mal im Sand stecken geblieben, weil ich schnell vom dritten in den zweiten Gang schalten musste – aber aus Gewohnheit mit der rechten Hand nach dem Schaltknüppel gegriffen hatte und da natürlich nichts war - hahaha. LINKSVERKEHR!!!!

Da war ich ganz aufgeregt :D

Gar nicht soooo schwer ^^


Lake Birrabeen #1

Lake Birrabeen #2


Warnschilder an der Central Station...

...da fallen wohl gelegentlich größere Zapfen
von den Bäumen ^^

Spaziergang am glasklaren Wanggoolba Creek...
  



...inklusive Tarzan-Feeling...


JAAAA, ich bin ein tree-hugger und steh dazu!!!


Enric übernahm das Steuer für die nächste Etappe. Er ist gefahren wie eine Sau und ich nahm mir fest vor beim nächsten Stopp in Murrays Auto umzusteigen um diesen geisteskranken Fahrstil nicht länger ertragen zu müssen!! So weit kam es jedoch nicht, denn unser gruppeneigener Mechaniker Tobi erklärte beim Stopp am 'Lake McKenzie' die Kupplung des Pinken Troopies für tot. Dichtung kaputt. Zylinder kaputt. Na, zum Glück bin ich gefahren, bevor dies passiert ist – ich hätte es mir nie verziehen diese Chance auf eine Fahrt mit einem PINKEN Land Cruiser auf einer Sandinsel verpasst zu haben – hihihi :D Alle, denen es vom Alter her erlaubt war zu fahren, saßen mal am Steuer – alle, außer Aurelie. Wir anderen fragten uns mehr als ein mal, wieso sie nicht fahren wollte – sie hat behauptet, sie hätte schon oft genug einen Land Cruiser im Sand gefahren (ja, ja, wer's glaubt oO) – Tobi vermutete allerdings, sie würde sich einfach nicht trauen... hmmm... seltsam oO

Das Mittagessen war eine einzige Schlacht. Mittlerweile wussten nämlich alle, dass nur noch wenig an Essensvorräten übrig war und die Spanier haben allen voran die Kühlboxen aus den Autos gezerrt und sich ihre Weckle auf der Straße zusammengebastelt ohne auf vorbeifahrende Autos oder andere Gruppenmitglieder Rücksicht zu nehmen. Immerhin konnten wir sie dazu bewegen zu den nur 5m entfernten Picknick-Tischen umzusiedeln und hier ging es dann richtig zur Sache - jeder hat sich gegrapscht, was er nur erwischen konnte... ich bin mir tatsächlich vorgekommen wie im Schweinestall oO

Schweinestall!!!!!!!!!

Lake McKenzie...

...GLASKLARES Wasser!!
180° Video am See http://youtu.be/63lDjBI-bto





Wegen der kaputten Kupplung konnten wir leider nicht so lange am See bleiben, wie ursprünglich geplant – denn Tobi hatte in seiner allwissenden Art behauptet, er könne den Troopie trotz defekter Kupplung zur Fähre zurückfahren. Murray müsse nur vornedraus fahren um entgegenkommende Autos auf den oft einspurigen Sandstraßen aus dem Weg zu räumen. Ich war Tobis Copilot und stand über Walkie Talkie mit den Passagieren in Murrays Auto in Kontakt, die uns immer über die aktuellen Straßenverhältnisse auf dem Laufenden hielten. Tobi hat also ohne Kupplung von Low Gear in High Gear und vom Rückwärtsgang direkt in den zweiten geschalten geschalten, dass es mir für das Auto richtig in der Seele weh getan hat :-( Einige Male sind wir auch stecken geblieben – aber Tobi wusste zum Glück tatsächlich was er tat und so kamen wir ohne größere Probleme an der Fähre an. Auf dem Festland wartete schon der Mechaniker, tauschte innerhalb von fünf Minuten den kaputten Zylinder aus und wir konnten unseren Ausflug alle heil beenden.

Tobi etwas angespannt

Kurze Reparatur - alles wieder gut.

An der Tanke wurde ausgerechnet, wie viel jeder von
uns noch an Spritgeld zu zahlen hatte - irgendwie
etwas unorganisiert das Ganze.

Für diejenigen, die es interessiert:
Spritpreise in Hervey Bay

Karte von Fraser Island


Zurück in Hervey Bay wollte Murray die Gruppe noch zu einem gemeinsamen Abendessen animieren – ich jedoch bevorzugte Mimis Gesellschaft, die Spanier mussten auf ihren Bus nach Airlie Beach und die Holländerinnen wollten selbst was kochen. Am Ende blieben nur noch Murray, Paul und die 'Teachers Pets Hermann & the Frog' übrig.

Kurze Erklärung der letztgenannten Begriffe – so nannte Alan nämlich immer Tobi und Aurelie:
Teachers Pets: Lehrerlieblinge
'Hermann': kommt von 'Herman the German' (http://de.wikipedia.org/wiki/Arminius)
'Frog': Schimpfname der Engländer für Franzosen. 

Mit Mimi beim Abendessen

Im Van

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