Heute
halfen Sakiko, Hitomi und ich Rod auf'm Feld – ein Teil der
Setzlinge aus dem Gewächshaus sollte gepflanzt werden. Zunächst
haben wir bei einer Affenhitze die Topfplatten (dieses Wort musste
ich erst mal googeln – hier heißen die Teile 'Seedling tray')
mitsamt den Setzlingen diverser Gemüsesorten auf dem Ute (Pickup)
drapiert und sollten dann Rod hinterher folgen auf's Feld hinaus.
Nur: wer fährt den Ute, wenn Rod den Taktor lenkt und die
Japanerinnen nur Automatik-Autos fahren können? Natürlich die
Deutsche im Bunde :D
Das
Ganze funktionierte so, dass zwei sich auf die – vom Traktor
gezogene - Pflanzmaschine setzen und die rotierenden Zylinder mit je
vier Setzlingen befüllen – ein Pflänzchen nach dem anderen wird
dann nach unten in die Erde hinein fallen gelassen, die von der
Maschine parallel dazu geplügt wird. Man muss natürlich umso
schneller befüllen, je schneller der Traktor unterwegs ist – und
bloß nicht zu langsam die Topfplatten wechseln, wenn einem die
Setzlinge ausgehen, sonst bleibt eine Lücke in der Erde ;) Ich
hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen anschaulich erklärt –
jedenfalls war es ne Akkordarbeit!!! Der dritte Mann – bzw.die
dritte Frau – lief hinter der Maschine her und musste die Setzlinge
von Hand einpflanzen, die die Maschine nicht richtig in die Erde
gedrückt hat oder die von den beiden 'Befüllern' vergessen
bzw.ausgelassen wurden – also der fieseste Job von allen, wenn es
nicht so recht laufen will. Da ich keinerlei Vergleichsmöglichkeit
habe, wage ich einfach mal zu behaupten, dass es heute für uns nicht
so ganz gut lief: denn etwa jedes dritte Pflänzchen musste von Hand
korrigiert werden... nach Rods Aussage haben wir heute 10.000
Setzlinge gepflanzt. Ein drittel hiervon ist also ne ganze Menge...
vor allem, wenn man bedenkt, dass wir das alles im Australischen
Frühsommer gemacht haben – wir hatten um die 35 Grad!!! Da ist
jeder Schritt zu viel und dann auch noch in der prallen Sonne auf'm
Feld rumspringen – wir wussten jedenfalls am Nachmittag, dass wir
was gearbeitet haben und auch Rod wusste unsere Mühen zu schätzen –
denn er gab uns den Rest des Tages frei.
Obwohl
Doug uns versprochen hatte das Warm-Wasser in seinem Elternhaus
anzustellen, konnten wir heute noch immer nicht hier duschen. Mussten
also nach wie vor zum Wwoofer-Schuppen laufen. An und für sich kein
Problem – wenn man nicht wie ich so dermaßen erschöpft von der
Farmarbeit ist und beim ersten Gang das Handtuch, und beim zweiten
Gang das Shampoo vergisst mitzunehmen... ich wundere mich immer
wieder darüber, wie sehr ich mich über mich selbst ärgern kann.
Beinahe hätte ich auf eine Dusche verzichtet – ein drittes Mal
wäre ich mit Sicherheit nicht gelaufen ^^
| Faszinierend Hitomi beim Tagebuchschreiben zuzuschauen... von rechts nach links in japanischen Schriftzeichen ^^ |
| Auf der Veranda des Restaurants haben wir Internetempfang über WLAN - sonst leider nirgends :-( |
| Unser Klo im Haus |
| Unsere Dusche im Haus - leider noch kein Warmwasser |
Mit der gleichen Technik haben wir schon in meiner Jugendzeit (ist ja schon etwas länger her) die Kartoffeln "gesetzt". Kann ganz schön anstrengend sein, wenn nicht zu viele fehlen sollten!!!!
AntwortenLöschenich kann mich daran glaube ich noch erinnern - hab das rod auch erzählt und er war beeindruckt :D
LöschenTja was die Deutschen nicht alles können, ich bin mächtig stolz auf Dich. Wenn ich nach Australien komme und irgendwo Deinen Namen nenne, werde ich vielleicht ganz toll empfangen weil Du so gut warst.
AntwortenLöschenUm Eure Dusche und das Klo beneide ich euch aber nicht, da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf.
Lg Birgit
das klo is halb so schlimm - aber die dusche... bääääh. weiß gar nicht, wo ich mir die beine rasieren soll - will in der dusche nicht die wände berühren ^^
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