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Mittwoch, 28. November 2012

Wwoofen in Blampied Tag 3 - Setzlinge pflanzen


Heute halfen Sakiko, Hitomi und ich Rod auf'm Feld – ein Teil der Setzlinge aus dem Gewächshaus sollte gepflanzt werden. Zunächst haben wir bei einer Affenhitze die Topfplatten (dieses Wort musste ich erst mal googeln – hier heißen die Teile 'Seedling tray') mitsamt den Setzlingen diverser Gemüsesorten auf dem Ute (Pickup) drapiert und sollten dann Rod hinterher folgen auf's Feld hinaus. Nur: wer fährt den Ute, wenn Rod den Taktor lenkt und die Japanerinnen nur Automatik-Autos fahren können? Natürlich die Deutsche im Bunde :D





Das Ganze funktionierte so, dass zwei sich auf die – vom Traktor gezogene - Pflanzmaschine setzen und die rotierenden Zylinder mit je vier Setzlingen befüllen – ein Pflänzchen nach dem anderen wird dann nach unten in die Erde hinein fallen gelassen, die von der Maschine parallel dazu geplügt wird. Man muss natürlich umso schneller befüllen, je schneller der Traktor unterwegs ist – und bloß nicht zu langsam die Topfplatten wechseln, wenn einem die Setzlinge ausgehen, sonst bleibt eine Lücke in der Erde ;) Ich hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen anschaulich erklärt – jedenfalls war es ne Akkordarbeit!!! Der dritte Mann – bzw.die dritte Frau – lief hinter der Maschine her und musste die Setzlinge von Hand einpflanzen, die die Maschine nicht richtig in die Erde gedrückt hat oder die von den beiden 'Befüllern' vergessen bzw.ausgelassen wurden – also der fieseste Job von allen, wenn es nicht so recht laufen will. Da ich keinerlei Vergleichsmöglichkeit habe, wage ich einfach mal zu behaupten, dass es heute für uns nicht so ganz gut lief: denn etwa jedes dritte Pflänzchen musste von Hand korrigiert werden... nach Rods Aussage haben wir heute 10.000 Setzlinge gepflanzt. Ein drittel hiervon ist also ne ganze Menge... vor allem, wenn man bedenkt, dass wir das alles im Australischen Frühsommer gemacht haben – wir hatten um die 35 Grad!!! Da ist jeder Schritt zu viel und dann auch noch in der prallen Sonne auf'm Feld rumspringen – wir wussten jedenfalls am Nachmittag, dass wir was gearbeitet haben und auch Rod wusste unsere Mühen zu schätzen – denn er gab uns den Rest des Tages frei.




Obwohl Doug uns versprochen hatte das Warm-Wasser in seinem Elternhaus anzustellen, konnten wir heute noch immer nicht hier duschen. Mussten also nach wie vor zum Wwoofer-Schuppen laufen. An und für sich kein Problem – wenn man nicht wie ich so dermaßen erschöpft von der Farmarbeit ist und beim ersten Gang das Handtuch, und beim zweiten Gang das Shampoo vergisst mitzunehmen... ich wundere mich immer wieder darüber, wie sehr ich mich über mich selbst ärgern kann. Beinahe hätte ich auf eine Dusche verzichtet – ein drittes Mal wäre ich mit Sicherheit nicht gelaufen ^^

Faszinierend Hitomi beim Tagebuchschreiben zuzuschauen...
von rechts nach links in japanischen Schriftzeichen ^^

Auf der Veranda des Restaurants haben wir Internetempfang
über WLAN - sonst leider nirgends :-(

Unser Klo im Haus

Unsere Dusche im Haus - leider noch
kein Warmwasser

4 Kommentare:

  1. Mit der gleichen Technik haben wir schon in meiner Jugendzeit (ist ja schon etwas länger her) die Kartoffeln "gesetzt". Kann ganz schön anstrengend sein, wenn nicht zu viele fehlen sollten!!!!

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    1. ich kann mich daran glaube ich noch erinnern - hab das rod auch erzählt und er war beeindruckt :D

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  2. Tja was die Deutschen nicht alles können, ich bin mächtig stolz auf Dich. Wenn ich nach Australien komme und irgendwo Deinen Namen nenne, werde ich vielleicht ganz toll empfangen weil Du so gut warst.
    Um Eure Dusche und das Klo beneide ich euch aber nicht, da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf.
    Lg Birgit

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    1. das klo is halb so schlimm - aber die dusche... bääääh. weiß gar nicht, wo ich mir die beine rasieren soll - will in der dusche nicht die wände berühren ^^

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