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Samstag, 8. Dezember 2012

Wwoofen in Blampied Tag 13 - Englisches Frühstück, Arbeiten im Restaurant



Um sechs war ich hellwach – weiß der Geier warum, aber ich konnte nicht weiterschlafen und hatte dann die dämlichste Idee der Woche: Joggen gehen!! Bin also 20 Minuten zum Gewächshaus gerannt um dort zu gießen und wieder 20 Minuten zurück. Auf dem Feld bin ich dann auch noch Rod über den Weg gejoggt, der Wochenends um 7 Uhr Morgens schon Unkraut rupft. Mir sagte das zwei Dinge: Das Unkraut muss dringend weg... und: Rod arbeitet echt hart. Im Gegensatz zu Doug, den ich nie etwas arbeiten sehe außer im Restaurant Wein auszuschenken und vor'm Computer zu sitzen. Ein Mal mehr hatte ich das Gefühl, dass Doug hier nur Wwoofer möchte, damit er selbst nichts tun muss.




In der Restaurantküche galt es wieder Zwiebeln zu hexeln, Proscuitto zu rollen, mit Hitomi Essensreste von den zurückgegangenen Tellern zu futtern und Dukkah (Libanesische Würzmischung, in die man mit öl-getränkem Brot tunkt) zu essen. Als wir fertig waren und alles geputzt hatten, kam Doug in die Küche und meinte, wir sollten noch den Tisch abräumen, den er im Service 'vergessen' hatte und so durften wir von vorne anfangen mit Spülwasser einlassen etc. Ich mit meiner pessimistischen Grundeinstellung bildete mir natürlich gleich wieder ein, dass dies eine Schikane seinerseits gewesen sei, weil ich mit ihm wegen meiner freien Tage und dem verstopften Klo diskutiert hatte – aber ich hab mal besser meine Klappe gehalten und einfach gemacht, was er von uns wollte.

Wie daheim bei Mama - immer aus der Schüssel naschen :D

Manon und ich machen ein Päuschen

Dukkah

Alison und Pauline


Heute reiste außerdem die italienische Familie an, von der seit Tagen die Rede war. Sakiko musste hierzu ihr Zimmer räumen und wohnt jetzt auf ner Matratze im Esszimmer, damit die 4 köpfige Familie in EINEM kleinen Schlafzimmer wohnen kann. Immerhin sah Doug ein, dass wir - nun, da wir zu 8 waren - mehr Lebensmittel brauchen und hat seinen Schwiegervater mit unserer Liste losgeschickt. Logischerweise war diese jedoch nur für uns 4 Mädels ausgelegt, da die Italiener ja noch nichts aufschreiben konnten – aber zumindest waren wir nun für die nächsten Tage eingedeckt. Die Italiener (Mama Pia 45, Papa Mauro 52, Sohn Daniele 6 und Sohn Luca 12 Jahre alt) sind wie erwartet extrem laut und südeuropäisch. Schon am ersten Abend war uns klar, dass wir bei Pia nie zu Wort kommen würden – sie schneidet einem die Sätze ab und erzählt wie ein Wasserfall. Mag am Jetlag liegen, dass sie so aufgedreht ist... wir werden sehen...

PS: übrigens kam Doug heute trotz Vorhang und geschlossener Tür in die Waschküche spaziert – wo ich gerade am duschen war - um Pia die Waschmaschine zu zeigen. Ich war glücklicherweise schon ausgezogen und hinter dem Duschvorhang verschwunden – ansonten wäre es zu einer eher unangenehmen Begegnung gekommen. So viel also zum Thema Vorhang und Privatsphäre – aber vielleicht hat er auch daraus gelernt!?!?

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