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Dienstag, 4. Dezember 2012

Wwoofen in Blampied Tag 9 - Umzug ins neue Haus, Arbeiten im Restaurant


Heute sollten wir also vom Schuppen ins Haus ziehen – mit all unseren Lebensmitteln und Kochuttensilien. Vorher mussten wir aber erst mal einen anderen Kühlschrank bei Rod abholen, denn der in der Küche wollte einfach nicht funktionieren. Da Rod jedoch nicht daheim war, mussten wir vier Mädels das alleine regeln: wir haben den Kühlschrank auf die Ladefläche geschleppt und sind dann über die Landstraße ca.2km zu Dougs Haus gefahren – ich am Steuer und drei Mädels und ein Kühlschrank stehend auf der Ladefläche. Das muss ein Bild für die Götter gewesen sein :D



Zum Glück sagte Rod, wir könnten den Ute auch benutzen um unsere Sachen vom Schuppen ins Haus zu tansportieren – sonst wäre die ganze Aktion noch länger gegangen als die 5 Stunden, die wir so schon damit beschäftig waren alles zu packen, auszusortieren und die neue Küche inkl.Küchenschränke und alles Geschirr darin zu putzen damit wir unsere Sachen beruhigt einräumen konnten. Was haben Carolyn und Doug hier gestern eigentlich geputzt? Sah nämlich nicht wirklich so aus, als hätte hier in den letzten Monaten jemand Hand angelegt oO

Hitomi und Manon beim Küche-putzen


Nach unserer ersten Mittagspause in der neuen alten Küche sind Hitomi und ich dann noch auf's Feld gefahren (natürlich mit dem Ute – Rod meinte, wir könnten das Auto so lange haben, bis er wieder danach verlangt - yeah!!) und haben in den Gelben Rüben Unkraut gerupft. Was die Farmarbeit hier angeht sind wir hin und her gerissen. Doug will einerseits, dass wir im Weinberg arbeiten – Rod will, dass wir ne Stunde am Tag im Gewächshaus gießen und auf den Feldern Unkraut rupfen – und Abends sollen wir dann für Doug wieder im Restaurant arbeiten. Keiner macht klare Ansagen – unsere geleisteten Arbeitsstunden interessieren niemanden - untereinander sprechen sich Doug und Rod nicht ab - alle wollen was erledigt haben - aber wir können uns schließlich nicht zerreissen und werden für Überstunden ja auch nicht bezahlt. Wir arbeiten hier nämlich lediglich gegen Kost und Logis... also mehr als 7 Stunden pro Tag kann niemand von uns erwarten – und selbst das ist meiner Meinung nach zu viel oO Und dann auch noch das ewige Drama mit der Einkaufsliste!!! Gestern fielen uns der Reihe nach die Kinnladen hinunter als wir nicht mal ein Drittel von denen von uns aufgeschriebenen Lebensmitteln in den Einkaufstüten vorfanden. Ich frage mich ernsthaft, wie vier Leute von 1kg Gelben Rüben, 8 Äpfeln, 5 Tomaten, je einem Mockel Käse und Butter und zwei Litern Milch eine Woche lang überleben sollen oO Ich sprach Doug darauf an – er meinte, diese Woche hätte Rod für uns eingekauft... ja und? Mir doch egal, WER für uns einkauft – wir machen eine Liste und arbeiten schließlich für die Verpflegung – und dann sollen wir auch noch unseren Lebensmitteln hinterherrennen und währenddessen nur von Möhren und Äpfeln leben??? :(

Da Hitomi in Japan bisher nur Automatikautos gefahren ist, hab ich ihr auf der Fahrt zurück vom Feld ne Fahrstunde gegeben. Hätte nie gedacht, dass ICH mal jemandem erklär, wie man Auto fährt oO Obwohl sie in Japan ein Motorrad hat – bei dem sie ja auch schalten muss, hatte sie für das Getriebe des Utes und die Kupplung überhaupt kein Gefühl. Kupplung drücken und vom Gas gehen, wenn man den Gang wechseln will – das ist am Motorrad doch nicht anders – dennoch bekam sie es nicht auf die Reihe und so hoppelten wir auf den Feldwegen herum wie die wilden Hasen, die man hier überall sieht.


Fahrstunde


Zurück 'daheim' mussten wir dann auch noch ne eiskalte Dusche nehmen, da wir offensichtlich alles Warmwasser für die Kücheputz-Aktion am Morgen aufgebraucht hatten. Bei den heutigen Temperaturen war dies wirklich kein Spaß. Das Wetter hier ist sowas von verrückt – da hatten wir zwei Tage lang fast 40 Grad und dann sinken die Temperaturen wieder auf 10 Grad runter – und dann ne KALTE Dusche nehmen???? Wenn das mal nicht die Abwehrkräfte auf Touren bringt... Brrrrr :-(

Soooooo scheisse kalt!!!!!!!!!!



Ab sechs hatten Hitomi und ich wieder Schicht in der Restaurantküche. Langer Tag – verdammt langer Tag. Zumindest wurden wir dort von den Köchinnen Manon und Pauline mit leckerem Essen versorgt und wir hatten sogar Spaß bei der Arbeit - sind nämlich zur Musik aus Paulines Laptop herumgetanzt und haben irgendwann angefangen Gymnastik und Stretchübungen zu machen – hihihi.

Manon beim Herrichten der Tasting-Plates...
das sind verschiedene Dips mit getoastetem Brot

Bei der Arbeit :D

Pauline - die Köchin

Lecker Lammeintopf mit Reis


Da das Fenster in unserem Zimmer nicht richtig schließt und es die ganze Zeit zieht wie Hechtsuppe, beschlossen wir auf dem Rückweg in unser Zimmer, den elektrischen Heizkörper anzustellen. Zumindest für eine Weile um den Raum warm zu bekommen. Jedoch war der Heizkörper spurlos verschwunden!!!! Mein Verdacht, dass Sakikio ihn sich geschnappt haben könnte, da sie den ganzen Tag frei hatte und sich im kalten Haus aufhalten musste, stellte sich als falsch heraus. Dann fiel uns jedoch ein, dass Doug uns auf dem Weg ins Restaurant entgegen kam und auf unsere Unterkunft zusteuerte... wahrscheinlich hat ER den Heizkörper aus unserem Zimmer geschoben, weil er nicht will, dass wir heizen. Ich bin ja voll und ganz dafür, dass man Strom spart – aber bei Außentemperaturen von 10 Grad sollte es uns doch gestattet sein zumindest eine kurze Zeit zu heizen?!?!

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