Die
Krise und das Heimweh waren mehr oder weniger überwunden... nächstes Ziel: Ein
Job muss her!!! Um 10:30Uhr war mein Vorstellungsgespräch bei McDonalds –
lustigerweise genau der McDonalds, bei dem ich knapp vier Wochen zuvor eine
Frozen Coke für 1AUD verlangt hatte, obwohl das Angebot bei Hungry Jacks war...
hahaha... aber erkannt hat mich glaube ich niemand. Das Gespräch mit Grace –
der stellvertretenden Managerin – war der absolute Witz auf Rädern. Ich sollte
ein Formular ausfüllen, dass exakt dem entsprach, das ich bei der
Online-Bewerbung schon einmal ausgefüllt und das sie zudem hin noch ausgedruckt
vor sich liegen hatte. Dann haben wir wenige Minuten gesmalltalked und als ich
dachte, das Vorstellungsgespräch würde nun los gehen, meinte sie auch schon,
dass es das gewesen wäre und ich jetzt noch eine kleine Probearbeit machen
sollte. Aha... das war also das Gespräch?? Aber Probearbeit klingt toll –
hoffentlich darf ich nen Burger machen und dann natürlich auch essen :D Die
McDonalds-Küche hab ich daraufhin auch zu Gesicht bekommen – allerdings nur, um
einen Wischmop zu holen und damit zwei Minuten lang den Eingangsbereich zu
wischen. Als Dankeschön für mein Kommen hab ich eine kleine Cola bekommen und
bin von dannen gezogen. Ich ahnte schon, dass ich keine Zusage bekommen würde,
denn ausnahmslos alle Angestellten hier waren Asiaten und ich war
wahrscheinlich nur die Quoten-Weiße, die zum Gespräch geladen wurde. Außerdem
hätten sie mir keinen Vollzeitjob anbieten können sondern nur auf 'Abruf' mit
maximal 35 Stunden die Woche und mindestens 2,5 Stunden die Woche – wobei die
Tendenz eher zu den minimalen Wochenstunden gehen würde. Und wie soll ich bitte
mit 2,5 bezahlten Arbeitsstunden die Woche hier über die Runden kommen?
Egal
– ich hatte die erste Anstrengung unternommen in Australien an einen Job zu kommen
und um dies zu feiern und gleichzeitig meine Schweizer Bekannte Michele zu
verabschieden (sie fliegt in zwei Tagen nach Hause zurück), hab ich mich der
Partygesellschaft im Hostel-Hinterhof angeschlossen. Nach massig Goon zog die
Truppe weiter in den benachbarten Club, der eigentlich ein Schwulen- und
Lesbenclub ist, aber in dem alle Hostelbewohner freien Eintritt haben. Da ich
einfach nichts mit Hip Hop oder Dance-Musik anzufangen weiß und ich zunächst
nicht bedüdelt genug war um über mein Unwohlsein hinwegzutanzen, musste ich
20AUD für zwei Bier investieren um meine Gliedmaßen ein wenig besser zu ölen
und dann hatte ich tatsächlich doch noch ein wenig Spaß – hihihi :)
| Hostelmanager Dave |
| Partygesellschaft: hinten Kate und Anabell, vorne Michele und Bene und eine mir unbekannte junge Dame |
Nachtrag:
über die Clubs in Perth hatte ich bereits berichtet, dass man ohne Reisepass
als Tourist nirgends rein kommt. Außerdem gibt es zu sagen, dass um 2Uhr Nachts
die Party zu Ende ist. Außer natürlich, man ist etwas zu besoffen... dann wird
man durchaus schon früher hinausgeworfen. So erging es einer meiner
Hostelmitbewohnerinnen. Keineswegs zuuuu betrunken – nur etwas schwankend stand
sie auf der Tanzfläche, schon kamen Securities und haben sie
hinauskomplimentiert. So schnell kann das hier gehen... die müssen echt nen
Haufen Probleme mit Besoffenen haben, dass sie so hart durchgreifen oO
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