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Mittwoch, 26. Juni 2013

Alleine in Adelaide

Heute war einfach mal ausschlafen angesagt – bis fast zum Mittagessen hab ich geschlafen. Nach über 3.000 zurückgelegten Kilometern in weniger als drei Wochen, darf man auch mal müde sein. Ausschlafen in einem Hostel kann man sich allerdings nicht so gechillt vorstellen wie zu Hause – ständig kommen Leute ins Zimmer, gehen wieder raus, wursteln in ihren Sachen herum, unterhalten sich. Dabei habe ich festgestellt, dass meine anderen Zimmermitbewohnerinnen ebenfalls Deutsche sind – eine aus Bremen, zwei davon aus Esslingen. Und ich hab heraus gefunden, woher der bestialisch beißende Gestank im Zimmer kam: die Mädels hatten auf einer Mandarinenfarm gearbeitet, wo es täglich Lagerfeuer gab. Jeder weiß, wie Klamotten stinken, wenn man mal eine Weile am Lagerfeuer gesessen hat – aber wie sehr Klamotten stinken, die seit längerem nicht gewaschen worden und dann auch noch aufgrund eines starken Regens nass geworden sind, können sich zivilisierte Menschen mit Waschmaschine im Keller definitiv NICHT vorstellen. Zum Thema Waschmaschine: die kostet hier im Hostel 5 Dollar pro Waschgang – und dann auch noch mit kaltem (!) Wasser. Im Vergleich zu anderen Hostels ist dieser Preis unverschämt teuer – aber wenn schon die Zimmer so günstig sind, müssen die Betreiber das Geld eben wo anders wieder rein holen – unternehmerisches Denken olé. Nichtsdestotrotz ist es kein Gebaren seine nassen, stinkenden Klamotten überall im Zimmer aufzuhängen – ohne Rücksicht auf die anderen Zimmerbewohner. Ohne Rücksicht auf leere Betten, die vielleicht noch bezogen werden.

Ich hab mich von der Stinkbude dann verabschiedet – wollte nicht mit den Mädels durch die Stadt ziehen – lieber meine Ruhe haben – und hab mir nochmals bissle Adelaides Zentrum angeschaut…

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Markt




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Abends lag ich im Bett und war gerade so am eindösen, als die Tür aufsprang und zwei weitere, voll bepackte Zimmergenossinnen eintraten. Vorbei also mit der Ruhe und dem übermäßigen Platz zu viert in einem 10er Zimmer… vorbei mit der Nachtruhe für heute, bis die beiden sortiert waren. Wieder einmal habe ich ungläubig und kopfschüttelnd die Rücksichtslosigkeit eines Exemplars meiner Mitmenschen zur Kenntnis genommen, denn die oben beschriebenen Stinke-Klamotten hingen immer noch über allen unbelegten Betten – wohin sollten also die beiden Ankömmlinge? Einziger Kommentar der Besitzerin der Klamotten: „die Neuen sollen die Sachen doch selbst abhängen“. Gesagt – getan – dies allerdings nicht ohne ständiges Gelaber der beiden Damen, die aus Metzingen stammen: „wo ihr schon wach seid… wo wart ihr schon überall… wo fahrt ihr noch hin… was könnt ihr empfehlen… blablablabla“   Aaaaaahhhhhh… zum Thema Rücksichtslosigkeit: ich hab mich umgedreht und mich schlafend gestellt J

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