Weil wir
erst morgens gegen vier im Bett waren hab ich Mama bis 10:30Uhr schlafen lassen
– man soll den Jetlag ja nicht all zu sehr auf die Probe stellen. Beim
Frühstück dann gleich mal der erste Schock für meinen Besucher: eine relativ
große Hostelküche, unzählige Kühlschränke und Gasherde und das ganze teilt man
sich schon morgens mit mehreren anderen Hostelbewohnern. Für jemanden, der
sowas zum ersten Mal sieht ist das bestimmt ein Erlebnis – aber auch daran
gewöhnt man sich.
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Dieses Foto ist gestellt. Wir haben es in einer ruhigen Minute gemacht... deshalb sieht man die Massen nicht ^^ |
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Volle Kühlschränke, in denen jeder seine beschriftete Futtertasche unterbringt. |

Anschließend
machten wir uns auf zu einem Stadtspaziergang durch Darwin. Die vom Reiseführer
empfohlene Route startet bei einer katholischen Kirche, in der ein Bild einer
Aboriginal Maria mit dem Jesuskind hängt. Jaaaaa genau: eine ‚schwarze‘
Ausführung der Gottesgebärerin!! Mal abgesehen davon, dass die Aboriginals
überhaupt kein Interesse an der weißen Religion haben und höchswahrscheinlich
auch viele engstirnige Christen beim Anblick des Gemäldes das Gesicht verziehen
würden, fand ich die Vorstellung einfach nur irgendwie witzig und ‚anders‘ und wollte
es sehen. Dass in der St.Marys Church genau in der Minute ein Gottesdienst
stattfand, in der Mama und ich das Gotteshaus betraten, war ein dummer Zufall…
dennoch war die Vorstellung einer englischen Version der heiligen Messe ganz verlockend
und so setzten wir uns. Leider blieben wir nicht unentdeckt – denn nachdem der
offizielle Teil vorbei war kam direkt eine übermotivierte Kirchenfrau auf uns
zu und fragte uns aus, wo wir her kämen, welcher Religion wir angehörten und
lud uns direkt für den Gottesdienst am nächsten Tag ein… ööööhmmm… schon steckt
man mitten drin – dabei will man doch nur wunderfitzeln oO Wir bedankten uns
für die Einladung, entschuldigten uns jedoch für den nächsten Tag, schmissen nen
Dollar für ne LED-Kerze in das Kässchen, schossen ein Foto von der schwarzen
Maria, bestaunten noch die Dame, die im Schneidersitz betend hinter dem Altar
hockte, fragten uns, was der Pfarrer zu Mama während der Kommunion gesagt hatte
(wohl war es aber ‚Body of the Lord‘) und verließen - von weiteren Gesprächen
mit religiösen Australiern verschont - das
Gebäude.

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Links im Bild das Gemälde der 'schwarzen' Maria; rechts im Fenster steht eine Statue der 'weißen' Maria. |
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Keine richtigen Kerzen - hier schmeißt man nen Dollar rein, drück ein Knöpfchen und eine LED-Kerze leuchtet auf ^^ |
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| Banyan Tree |
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| Lagune |
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| National Library des Northern Territory |
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| Parlament |
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Griechisches Festival... allerlei Snacks. Hier wurden 'Honey Puffs' (Schmalzgebäck) in Massen hergestellt... |
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| ...und es gab einige Programmpunkte auf der Bühne. |
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| Abstecher zum Strand |
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Mama: 'Ist da grade ein Vogel umgefallen????' Ich lief hin und was war es: ein Blatt war vom Baum gesegelt. Nicht sonderlich witzig, wenn man nicht dabei war - aber wir haben uns halb tot gelacht :D |
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| Kniffel war immer und überall dabei |
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| Und die Sandfliegen haben mich wieder erwischt :-( |
Zum
Abendessen hatten wir uns vorgenommen zum Chinesen zu gehen – kamen jedoch auf
dem Weg zum Restaurant nicht an der Meat-Pie Company vorbei und warfen
kurzerhand unsere Asia-Food-Pläne über den Haufen um uns einige Fleischpasteten
einzuverleiben. Wie ich mir bereits im Voraus gedacht hatte, finden diese auch
bei Mama großen Anklang… irgendwie mag jeder Meat Pies… wieso gibt es die dann
eigentlich nicht in Deutschland???
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| Meat Pie Company... |
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| ...sooooooooooooo lecker!!!!! |
Zum
Nachtisch wollte Mama dann ein Eis schlotzen – aber bei den Preisen pro Kugel an
den hiesigen Eisdielen fielen ihr beinahe die Augen aus dem Kopf (4AUD bzw.2EUR
aufwärts pro Kugel) und wir fielen bei McDonalds ein, wo das Softeis für nur
30Cent zu haben ist. Zufrieden wurde das Eis in der Fußgängerzone auf einer
Parkbank sitzend geschlotzt, wo wir nebenher noch das WLAN nutzen konnten, die
Flughunde in den Bäumen bestaunen und die Kakerlaken unter uns vorbeiflitzen sehen
konnten und schon war der erste gemeinsame Tag in Darwin vorbei.
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