Morgens
erkämpften wir uns am kostenlosen Frühstücksbuffet noch einige Scheiben Toast…
leider waren jedoch die meisten Marmeladentöpfe schon leer und alles
Streichbare mit Geschmack war ORANGENMARMELADE… bäääääh L Ich
mag das ja überhaupt nicht – Zitrusfrüchte sind für mich kein Brotaufstrich –
das hatte ich damals schon im Englisch-Schulunterricht festgestellt, als wir
mal ein britisches Frühstück veranstaltet hatten. Aber Mama musste es auf jeden
Fall mal probieren!! Ob's ihr geschmeckt hat? Weiß ich gar nimmer ^^ Aber für
mich gabs jedenfalls nur Margarine auf Toast – hahaha.
Da Mama
sich an die chaotischen Zustände einer Hostelküche zu Stoßzeiten mittlerweile
ja schon gewöhnt hatte, war es nun an der Zeit ihr zu zeigen, wie man in einem
Hostel Wäsche wäscht: 1. checken, ob die Waschmaschine frei ist; 2. blitzartig
reagieren und im Laufschritt die Wäsche aus dem Zimmer holen und 3.
schnellstmöglich die Maschine besetzen. Wenn man früh am Morgen dran ist,
stehen die Chancen gut – ansonsten muss man sich auf die Lauer legen und
hoffen, dass kein anderer sich eine frei gewordene Maschine schnappt, während
man selbst nur kurz aufm Klo war. Was nach dem ersten Trocknergang noch klamm
war, hängten wir einfach in unserem Zimmer kreuz und quer auf – wir hatten ja genug
Möglichkeiten an den Gestängen der Stockbetten.
Ich
nutzte die Zeit während des Waschgangs um das gestrige Schlüsselkarten-Dilemma
mit der netten Dame an der Rezeption zu besprechen. Wir bekamen auch direkt
eine neu programmierte Karte, die auch auf Anhieb funktionierte – dummerweise
öffnete daraufhin meine eigene Karte die Tür nicht mehr. Also nochmal zur
Rezeption und eine weitere Karte programmieren lassen… das gleiche Spiel: die
zuletzt programmierte Karte deaktivierte die andere und so fanden wir uns
einfach damit ab, dass wir eben nur noch den einen Schlüssel für unser Zimmer
hatten – was soll's... wir waren ja sowieso immer zusammen unterwegs :)
| Auf den Toiletten hier im Botanischen Garten ist eine Tabelle ausgehängt, an der man die Farbe des eigenen Urins prüfen soll - je dunkler, desto mehr Wasser sollte getrunken werden :) |
| Hill Lookout |
| Hier haben wir den Todd River überquert - die meiste Zeit des Jahres führt dieser Fluss kein Wasser - zur Regenzeit allerdings kann es doch ganz schön ansteigen. |
Nach dem
Besuch im Botanischen Garten spazierten wir in der Stadt herum, kauften in der
'Todd Mall' Postkarten, aßen im Shopping Center leckere Meat Pies zu Mittag und
trafen im Woolies Supermarkt Bernhard. Jaaaaa genau – richtig gelesen – wir
haben den netten jungen Mann aus Nürnberg, den ich im Januar im 2.000 km entfernten
Esperance kennengelernt und der mich im März im 2.500 km entfernten Dalwallinu
im Pub besucht hatte, einfach so im Supermarkt in Alice Springs getroffen. Die
Welt ist doch ein winziges Dorf, oder nicht? Bernhard und ich standen zwar in
Kontakt – jedoch eher sporadisch und ich wusste nicht, dass er sich gerade in
dieser Gegend aufhielt aufhielt... umso größer war die Überraschung und
Freude!!!
| So trifft man sich wieder |
Später
haben Mama und ich dann noch Tracey, Annu, Nathan und Britney zufällig
getroffen (kann man denn hier nirgends alleine sein?!?! haha). Sie hatten vor
zum Sonnenuntergang auf einen Berg zu klettern. Dies deckte sich mit unserem
Plan – jedoch wollte Nathan uns einen anderen Lookout zeigen als den, der in
allen Reiseführern beschrieben stand und so haben wir uns der Gruppe
angeschlossen. Entlang der Bahngleise liefen wir zum Hügel – der Aufstieg war
ganz schön anstrengend und mit all den losen Steinbrocken auch nicht ganz
ungefährlich – aber die Mühe hatte sich wirklich gelohnt, wie man auf den
Bildern sehen kann. Beim Abstieg zeigte Nathan uns dann eine asphaltierte
Straße, die auf den Berg führt – ernsthaft?!?! Er scheucht uns über Stock und
Stein und durch fiese Distelgewächse auf den Berg und erzählt uns nix von der
Straße???? Naja... so sind sie halt die Tourguides – immer auf der Suche nach
Abenteuern ^^
| Besser nicht anfassen - stupfen wie die Sau Oo |
Ich
hatte ja sehr darauf gehofft, dass wir auf dieser Outback-Tour mal
Känguru-Fleisch zum Essen vorgesetzt bekommen würden – so kannte ich es
zumindest von der Tour-Company, für die ich zu Beginn meines
Australien-Aufenthaltes als Tourbus-Washer gearbeitet hatte. Leider waren wir
bisher noch nicht in den Genuss gekommen. Da ich jedoch um die Tatsache wusste,
dass man umso weniger Känguru-Fleisch im Supermarkt bekommt, je weiter man in
Australien in den Süden reist, geriet ich so langsam in leichte Panik, dass
Mama diese Leckerei vielleicht nie probieren würde. Also beschlossen wir heute
zum Abendessen selbst zu kochen, holten Fleisch im Supermarkt und schmissen es
im Hostel auf den Grill.
Noch
eine lustige Situation an der Supermarkt-Kasse... Mama wollte bezahlen... und
folgender Dialog mit der Kassiererin folgte:
Kassiererin:
„Bag?“
Mama: „No.“
Kassiererin:
„Flybuys?“ (sowas wie unsere
Payback-Karte)
Mama: „No.“
Kassiererin: „Cash
or Card?“
Mama: „No.“
Kassiererin: → machte sehr große Augen!!!
Da war
Mama wohl etwas überfordert mit den ganzen Fragen und hat einfach mal auf alles
mit 'nein' geantwortet – wenn ich das jetzt so aufschreibe klingt es gar nicht
mehr so lustig, wie es tatsächlich war – ich stand nämlich daneben wie bei
einem Tischtennisspiel und hab immer von einem zum anderen geschaut, bis der
Schlagabtausch ein jähes Ende nahm und ich vor versammelter Kassenschlange in
lautes Gelächter ausbrach. Naja – egal... ich fand's lustig ^^
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen