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Montag, 17. Juni 2013

Mit Mama auf Tour Tag 10 - Alice Springs Botanischer Garten, Mall, Sonnenuntergang

Morgens erkämpften wir uns am kostenlosen Frühstücksbuffet noch einige Scheiben Toast… leider waren jedoch die meisten Marmeladentöpfe schon leer und alles Streichbare mit Geschmack war ORANGENMARMELADE… bäääääh L Ich mag das ja überhaupt nicht – Zitrusfrüchte sind für mich kein Brotaufstrich – das hatte ich damals schon im Englisch-Schulunterricht festgestellt, als wir mal ein britisches Frühstück veranstaltet hatten. Aber Mama musste es auf jeden Fall mal probieren!! Ob's ihr geschmeckt hat? Weiß ich gar nimmer ^^ Aber für mich gabs jedenfalls nur Margarine auf Toast – hahaha.




Da Mama sich an die chaotischen Zustände einer Hostelküche zu Stoßzeiten mittlerweile ja schon gewöhnt hatte, war es nun an der Zeit ihr zu zeigen, wie man in einem Hostel Wäsche wäscht: 1. checken, ob die Waschmaschine frei ist; 2. blitzartig reagieren und im Laufschritt die Wäsche aus dem Zimmer holen und 3. schnellstmöglich die Maschine besetzen. Wenn man früh am Morgen dran ist, stehen die Chancen gut – ansonsten muss man sich auf die Lauer legen und hoffen, dass kein anderer sich eine frei gewordene Maschine schnappt, während man selbst nur kurz aufm Klo war. Was nach dem ersten Trocknergang noch klamm war, hängten wir einfach in unserem Zimmer kreuz und quer auf – wir hatten ja genug Möglichkeiten an den Gestängen der Stockbetten.



Ich nutzte die Zeit während des Waschgangs um das gestrige Schlüsselkarten-Dilemma mit der netten Dame an der Rezeption zu besprechen. Wir bekamen auch direkt eine neu programmierte Karte, die auch auf Anhieb funktionierte – dummerweise öffnete daraufhin meine eigene Karte die Tür nicht mehr. Also nochmal zur Rezeption und eine weitere Karte programmieren lassen… das gleiche Spiel: die zuletzt programmierte Karte deaktivierte die andere und so fanden wir uns einfach damit ab, dass wir eben nur noch den einen Schlüssel für unser Zimmer hatten – was soll's... wir waren ja sowieso immer zusammen unterwegs :)




Auf den Toiletten hier im Botanischen Garten ist eine Tabelle
ausgehängt, an der man die Farbe des eigenen Urins prüfen soll
- je dunkler, desto mehr Wasser sollte getrunken werden :)

Hill Lookout

Hier haben wir den Todd River überquert - die meiste Zeit des
 Jahres führt dieser Fluss kein Wasser - zur Regenzeit allerdings
 kann es doch ganz schön ansteigen. 



Nach dem Besuch im Botanischen Garten spazierten wir in der Stadt herum, kauften in der 'Todd Mall' Postkarten, aßen im Shopping Center leckere Meat Pies zu Mittag und trafen im Woolies Supermarkt Bernhard. Jaaaaa genau – richtig gelesen – wir haben den netten jungen Mann aus Nürnberg, den ich im Januar im 2.000 km entfernten Esperance kennengelernt und der mich im März im 2.500 km entfernten Dalwallinu im Pub besucht hatte, einfach so im Supermarkt in Alice Springs getroffen. Die Welt ist doch ein winziges Dorf, oder nicht? Bernhard und ich standen zwar in Kontakt – jedoch eher sporadisch und ich wusste nicht, dass er sich gerade in dieser Gegend aufhielt aufhielt... umso größer war die Überraschung und Freude!!!


So trifft man sich wieder


Später haben Mama und ich dann noch Tracey, Annu, Nathan und Britney zufällig getroffen (kann man denn hier nirgends alleine sein?!?! haha). Sie hatten vor zum Sonnenuntergang auf einen Berg zu klettern. Dies deckte sich mit unserem Plan – jedoch wollte Nathan uns einen anderen Lookout zeigen als den, der in allen Reiseführern beschrieben stand und so haben wir uns der Gruppe angeschlossen. Entlang der Bahngleise liefen wir zum Hügel – der Aufstieg war ganz schön anstrengend und mit all den losen Steinbrocken auch nicht ganz ungefährlich – aber die Mühe hatte sich wirklich gelohnt, wie man auf den Bildern sehen kann. Beim Abstieg zeigte Nathan uns dann eine asphaltierte Straße, die auf den Berg führt – ernsthaft?!?! Er scheucht uns über Stock und Stein und durch fiese Distelgewächse auf den Berg und erzählt uns nix von der Straße???? Naja... so sind sie halt die Tourguides – immer auf der Suche nach Abenteuern ^^





Besser nicht anfassen - stupfen wie die Sau Oo













Ich hatte ja sehr darauf gehofft, dass wir auf dieser Outback-Tour mal Känguru-Fleisch zum Essen vorgesetzt bekommen würden – so kannte ich es zumindest von der Tour-Company, für die ich zu Beginn meines Australien-Aufenthaltes als Tourbus-Washer gearbeitet hatte. Leider waren wir bisher noch nicht in den Genuss gekommen. Da ich jedoch um die Tatsache wusste, dass man umso weniger Känguru-Fleisch im Supermarkt bekommt, je weiter man in Australien in den Süden reist, geriet ich so langsam in leichte Panik, dass Mama diese Leckerei vielleicht nie probieren würde. Also beschlossen wir heute zum Abendessen selbst zu kochen, holten Fleisch im Supermarkt und schmissen es im Hostel auf den Grill.





Noch eine lustige Situation an der Supermarkt-Kasse... Mama wollte bezahlen... und folgender Dialog mit der Kassiererin folgte:

Kassiererin:      „Bag?“
Mama:                „No.“
Kassiererin:      „Flybuys?“ (sowas wie unsere Payback-Karte)
Mama:                „No.“
Kassiererin:      „Cash or Card?“
Mama:                „No.“
Kassiererin:      → machte sehr große Augen!!!


Da war Mama wohl etwas überfordert mit den ganzen Fragen und hat einfach mal auf alles mit 'nein' geantwortet – wenn ich das jetzt so aufschreibe klingt es gar nicht mehr so lustig, wie es tatsächlich war – ich stand nämlich daneben wie bei einem Tischtennisspiel und hab immer von einem zum anderen geschaut, bis der Schlagabtausch ein jähes Ende nahm und ich vor versammelter Kassenschlange in lautes Gelächter ausbrach. Naja – egal... ich fand's lustig ^^

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