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Dienstag, 18. Juni 2013

Mit Mama auf Tour Tag 11 - Camel Farm, Uluru



Heute ging es los zur langersehnten Uluru-Tour. Endlich würde ich das Wahrzeichen Australiens sehen – nach zehn Monaten, die ich nun schon in diesem Land unterwegs war!! Ich war total aufgeregt!! Da wir nach dieser Tour nochmals eine Nacht im selben Hostel untergebracht sein würden, hatten wir auch keinen Stress damit unser Hauptgepäck hier zu lassen. Zum Glück schien die Organisation dieses Mal besser geklappt zu haben als zu Beginn der Tour in Darwin - als wir unsere Koffer in einem anderen Hostel zwischenlagern und erst mal hin und her laufen mussten. Also alles, was wir nicht brauchten, in die großen Taschen und im Hostel-Kabuff wegschließen – dumm nur, wenn man sich dann nimmer sicher ist, in welche Tasche man das Deo gepackt hat... und Deo ist auf einer Tour, auf der man im Normalfall keine Dusche zu sehen bekommt, wirklich ein MUSS... also artete die Packaktion dann doch noch in Stress aus... Kabuff wieder auf – Koffer rausziehen – durchsuchen – Koffer wieder rein ins Kabuff und ab geht die Fahrt... was noch alles schief ging beim Packen, wird später erläutert ^^

Wieder gab es im Tourbus ein peinliches Kennenlern-Spiel: Unser neuer Tourguide Stevo (24) ordnete an, dass sich jeder drei Dinge über sich selbst überlegt, von dem allerdings nur eines wahr sein darf und die anderen müssen raten, welches das ist... Mama hat den Vogel abgeschossen:

1.          „Ich war in Hong Kong auf einer Hochzeit.“
2.          „Ich hab meine eigene Katze überfahren.“
3.          „Ich hab fünf Kinder.“

Wer Mama kennt, weiß, dass es Nr.2 ist bzw. sein muss – selbst, wenn die Geschichte bisher nicht so oft erzählt wurde... aber es stimmt: Mama hat als junge Feckenhausenerin ihre eigene Katze aufm Sauter'schen Hof über den Haufen gekarrt. Zu ihrer Verteidigung muss jedoch hinzugefügt werden, dass es nicht allein ihr Verschulden war... die Katze schläft unterm Auto und bewegt sich nicht vom Fleck, wenn der Motor anspringt... dann kann man ihr nämlich auch nicht helfen. Jedenfalls hat im Tourbus keiner damit gerechnet, dass die Geschichte über die tote Katze wahr ist und es ging ein erstauntes Raunen durch die Reihen.

Wie es ist mit Schwiegereltern, Schwagern und Schwägerinnen kann man sich auch bei einer gebuchten Tour die Mitreisenden nicht heraus suchen. Dies stellten wir relativ schnell nach Tourbeginn fest und waren mit Tracey und Annu einer Meinung: die Amerikanerin vorne aufm Beifahrersitz nervt ganz gewaltig!! Sie wollte partout nicht aufhören zu plappern und meinte, das ganze Kennenlernspiel moderieren und zu allem einen Kommentar ablassen zu müssen. Und wenn selbst Tracey mal sagt, dass jemand nervt, will das was heißen – sie ist nämlich sonst immer extra-gechillt ^^



Besuch einer Kamelfarm



 



Ein Dingo zum Anfassen












Stopp at Curtin Springs Farm (Rinderfarm) 1,5x so groß wie Luxemburg

Mt.Connor wird von vielen Touristen fälschlicherweise schon als Uluru erkannt.




Feuerholz sammeln – ich sprang auf einem riesigen Ast
herum und wollte ihn zum Bersten bringen – dabei hab
ich eine Fliege eingeatmet und verschluckt.
Irgendwann musste das ja mal passieren :-(



 
Hier ist er endlich: der Uluru!

Im Uluru Visitor-Center ist Fotografieren verboten -
hier gibt es aber tolle Beschreibungen - auch auf Deutsch.


Wer unbedingt möchte, kann auf diesem Pfad
den Uluru besteigen - die Ureinwohner sehen dies
allerdings nicht gerne. Außerdem ist es ge-
fährlich, da sehr rutschig. Wir sind nicht hoch...

Heilige Stätte angrapschen :)



Auf dem Spaziergang um den Uluru herum, gibt es immer
mal wieder es Abschnitte, in denen Fotografieren
verboten ist. Dies hat einen spirituellen Hintergrund von
Seiten der Ureinwohner.








Packesel :)





Wer erkennt hier eine Schlange?



Wir sind den Mala-Walk gelaufen

Talinguru: Sonnenuntergang ohne Sonne :-(



Zig Tourbusse kommen täglich zu diesem Aussichtspunkt
um eintweder Sonnenauf- oder -untergang miterleben zu können.







Unser Camp für die Nacht schlugen wir in Yulara auf. Mit dem gesammelten Holz machen wir ein Lagerfeuer, reihten die noch zusammengerollten Swags im Kreis um das Feuer auf und aßen unsere Känguru-Bolognese-Soße (also doch noch Känguru-Fleisch bekommen!!), die mal wieder in diesen tollen gusseisernen Töpfen direkt im Feuer gemacht wurde. Das warme Essen und das Lagerfeuer waren übrigens auch bitter nötig – denn es war kalt. Richtig KALT! Keine Ahnung, WIE kalt es war, aber es war „brrrrrrrrr“!! Dazu hin hatte Mama ihre Jacke nicht mit auf die Tour genommen – die war sicher im Koffer in Alice Springs verstaut – wieso sie dort im Koffer und nicht mit auf Tour war? Gute Frage! Wir sind zu keiner plausiblen Erklärung gekommen – an die Jacke wurde eben einfach nicht gedacht. Dafür hatten wir aber kurze Hosen, unsere Bikinis und Sonnencreme dabei – total unnötige Dinge auf einer Red Center Tour... irgendwie waren wir wohl nicht so ganz aufm Dampfer, als wir gepackt hatten oO Als es dann am Abend aber auch noch anfing ganz leicht zu regnen, dachte ich schon nochmal kurz an meinen Regenschirm – der natürlich auch im Hostel zurückgelassen wurde und belächelte Stevo, der uns damit beschwichtigte, dass es 'wenn überhaupt, nur ganz kurz regnen würde'. Allerdings war daraufhin die allgemeine Unsicherheit in der Gruppe deutlich spürbar – wir sollten nämlich eigentlich wieder unter freiem Himmel schlafen heute Nacht. Man stellte sich also die Frage: bleibt man mit seinem Swag am warmen Lagerfeuer oder flüchtet besser jetzt schon unters Blechdach des Campingplatzes und friert lieber ein wenig? In letzter Minute entschieden Mama und ich uns dazu, unters Dach zu ziehen und lagen damit total richtig: ab ca. 2:00 Uhr nachts fing es nämlich heftig an zu regnen und tat es die ganze Nacht durch...


Swags um das Lagerfeuer herum aufgereiht.


Marshmallows

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