Heute
ging es los zur langersehnten Uluru-Tour. Endlich würde ich das Wahrzeichen
Australiens sehen – nach zehn Monaten, die ich nun schon in diesem Land
unterwegs war!! Ich war total aufgeregt!! Da wir nach dieser Tour nochmals eine
Nacht im selben Hostel untergebracht sein würden, hatten wir auch keinen Stress
damit unser Hauptgepäck hier zu lassen. Zum Glück schien die Organisation
dieses Mal besser geklappt zu haben als zu Beginn der Tour in Darwin - als wir
unsere Koffer in einem anderen Hostel zwischenlagern und erst mal hin und her
laufen mussten. Also alles, was wir nicht brauchten, in die großen Taschen und
im Hostel-Kabuff wegschließen – dumm nur, wenn man sich dann nimmer sicher ist,
in welche Tasche man das Deo gepackt hat... und Deo ist auf einer Tour, auf der
man im Normalfall keine Dusche zu sehen bekommt, wirklich ein MUSS... also
artete die Packaktion dann doch noch in Stress aus... Kabuff wieder auf –
Koffer rausziehen – durchsuchen – Koffer wieder rein ins Kabuff und ab geht die
Fahrt... was noch alles schief ging beim Packen, wird später erläutert ^^
Wieder
gab es im Tourbus ein peinliches Kennenlern-Spiel: Unser neuer Tourguide Stevo
(24) ordnete an, dass sich jeder drei Dinge über sich selbst überlegt, von dem
allerdings nur eines wahr sein darf und die anderen müssen raten, welches das
ist... Mama hat den Vogel abgeschossen:
1.
„Ich
war in Hong Kong auf einer Hochzeit.“
2.
„Ich
hab meine eigene Katze überfahren.“
3.
„Ich
hab fünf Kinder.“
Wer Mama
kennt, weiß, dass es Nr.2 ist bzw. sein muss – selbst, wenn die Geschichte
bisher nicht so oft erzählt wurde... aber es stimmt: Mama hat als junge
Feckenhausenerin ihre eigene Katze aufm Sauter'schen Hof über den Haufen
gekarrt. Zu ihrer Verteidigung muss jedoch hinzugefügt werden, dass es nicht
allein ihr Verschulden war... die Katze schläft unterm Auto und bewegt sich
nicht vom Fleck, wenn der Motor anspringt... dann kann man ihr nämlich auch
nicht helfen. Jedenfalls hat im Tourbus keiner damit gerechnet, dass die
Geschichte über die tote Katze wahr ist und es ging ein erstauntes Raunen durch
die Reihen.
Wie es
ist mit Schwiegereltern, Schwagern und Schwägerinnen kann man sich auch bei
einer gebuchten Tour die Mitreisenden nicht heraus suchen. Dies stellten wir
relativ schnell nach Tourbeginn fest und waren mit Tracey und Annu einer
Meinung: die Amerikanerin vorne aufm Beifahrersitz nervt ganz gewaltig!! Sie
wollte partout nicht aufhören zu plappern und meinte, das ganze Kennenlernspiel
moderieren und zu allem einen Kommentar ablassen zu müssen. Und wenn selbst
Tracey mal sagt, dass jemand nervt, will das was heißen – sie ist nämlich sonst
immer extra-gechillt ^^
| Besuch einer Kamelfarm |
| Ein Dingo zum Anfassen |
| Stopp at Curtin Springs Farm (Rinderfarm) 1,5x so groß wie Luxemburg |
| Mt.Connor wird von vielen Touristen fälschlicherweise schon als Uluru erkannt. |
| Feuerholz
sammeln – ich sprang auf einem riesigen Ast herum und wollte ihn zum Bersten bringen – dabei hab ich eine Fliege eingeatmet und verschluckt. Irgendwann musste das ja mal passieren :-( |
| Im Uluru Visitor-Center ist Fotografieren verboten - hier gibt es aber tolle Beschreibungen - auch auf Deutsch. |
| Wer unbedingt möchte, kann auf diesem Pfad den Uluru besteigen - die Ureinwohner sehen dies allerdings nicht gerne. Außerdem ist es ge- fährlich, da sehr rutschig. Wir sind nicht hoch... |
| Heilige Stätte angrapschen :) |
| Auf dem Spaziergang um den Uluru herum, gibt es immer mal wieder es Abschnitte, in denen Fotografieren verboten ist. Dies hat einen spirituellen Hintergrund von Seiten der Ureinwohner. |
| Packesel :) |
| Wer erkennt hier eine Schlange? |
| Wir sind den Mala-Walk gelaufen |
| Talinguru: Sonnenuntergang ohne Sonne :-( |
| Zig Tourbusse kommen täglich zu diesem Aussichtspunkt um eintweder Sonnenauf- oder -untergang miterleben zu können. |
Unser
Camp für die Nacht schlugen wir in Yulara auf. Mit dem gesammelten Holz machen
wir ein Lagerfeuer, reihten die noch zusammengerollten Swags im Kreis um das
Feuer auf und aßen unsere Känguru-Bolognese-Soße (also doch noch
Känguru-Fleisch bekommen!!), die mal wieder in diesen tollen gusseisernen
Töpfen direkt im Feuer gemacht wurde. Das warme Essen und das Lagerfeuer waren
übrigens auch bitter nötig – denn es war kalt. Richtig KALT! Keine Ahnung, WIE
kalt es war, aber es war „brrrrrrrrr“!! Dazu hin hatte Mama ihre Jacke nicht
mit auf die Tour genommen – die war sicher im Koffer in Alice Springs verstaut
– wieso sie dort im Koffer und nicht mit auf Tour war? Gute Frage! Wir sind zu
keiner plausiblen Erklärung gekommen – an die Jacke wurde eben einfach nicht
gedacht. Dafür hatten wir aber kurze Hosen, unsere Bikinis und Sonnencreme
dabei – total unnötige Dinge auf einer Red Center Tour... irgendwie waren wir
wohl nicht so ganz aufm Dampfer, als wir gepackt hatten oO Als es dann am Abend
aber auch noch anfing ganz leicht zu regnen, dachte ich schon nochmal kurz an
meinen Regenschirm – der natürlich auch im Hostel zurückgelassen wurde und
belächelte Stevo, der uns damit beschwichtigte, dass es 'wenn überhaupt, nur
ganz kurz regnen würde'. Allerdings war daraufhin die allgemeine Unsicherheit
in der Gruppe deutlich spürbar – wir sollten nämlich eigentlich wieder unter
freiem Himmel schlafen heute Nacht. Man stellte sich also die Frage: bleibt man
mit seinem Swag am warmen Lagerfeuer oder flüchtet besser jetzt schon unters
Blechdach des Campingplatzes und friert lieber ein wenig? In letzter Minute
entschieden Mama und ich uns dazu, unters Dach zu ziehen und lagen damit total
richtig: ab ca. 2:00 Uhr nachts fing es nämlich heftig an zu regnen und tat es
die ganze Nacht durch...
| Swags um das Lagerfeuer herum aufgereiht. |
| Marshmallows |
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