Hahndorf
ist eine Touristenattraktion in den Adelaide Hills (45 Minuten Busfahrt), da
Hahndorf eine der ersten Deutschen Siedlungen Australiens war. Wir sind wegen
der 'typisch deutschen' Eindrücke beinahe vor Lachen nieder gebrochen – denn
auch hier ist 'typisch deutsch' natürlich wieder 'typisch bayrisch' mit Maßkrügen
und Weißwürsten. Aber auch Unmengen an Schwarzwälder Kuckucksuhren oder
Volksmusik-CDs werden zum Kauf angeboten. Außerdem kann man hier beim Bäcker
Bienenstich, Schwarzwälderkirsch-Torte oder Brezeln erstehen. So ne Brezel für
3 AUD, die schmeckt, als sei sie schon tagelang irgendwo rum gelegen, hab ich
mir natürlich nach elf Monaten ohne Laugengebäck nicht nehmen lassen – aber
gegen eine frische warme Brezel vom Besenfelder in Schömberg kommt die
natürlich im Leben nicht an ^^
Mit dem
Bus ging es dann weiter zum Mount Lofty Summit – bzw. waren wir erst etwas
überfordert wegen der vielen verschiedenen Buslinien – aber die netten
Busfahrer haben uns alle so lange weiter geschickt, bis wir am richtigen Bus
angekommen waren. Hätten wir besser mal die Busfahrer gleich gefragt, wie wir
wieder vom Lookout zurück kommen – hätten wir nämlich erfahren, dass der Bus
oben eine Stunde lang wartet, bevor er wieder zurück fährt... wir dachten bzw.
meinten auf dem Plan gelesen zu haben, dass der nächste erst viel später fahren
würde und sind an der Straße entlang zurück gelaufen... bis der Bus uns
überholt hat. Wir Trottel! Da laufen wir doch zurecht!
Zum
Abschluss des heutigen Ausfluges fuhren wir noch nach Glenelg an den Strand und
aßen Fish'n Chips. Dabei hat Mama den Fehler gemacht und einer Möwe ein Pommes
gegeben – und so frech und intelligent, wie die Viecher sind, waren wir in
Sekundenschnelle von dutzenden dieser Tiere umzingelt und mussten regelrecht
Angst um unser spätes Mittagessen haben oO Nachdem wir diesen Kampf gewonnen
hatten spazierten wir noch auf dem Steg raus aufs Wasser – dabei hab ich eine
ältere Dame beobachtet, die versuchte mit Ihrem Smartphone ein Foto zu machen
und dann versehentlich jemanden angerufen hat. Als wir 20 Minuten später zurück
liefen, stand die Arme immer noch genau gleich da und ich hab sie angesprochen
und meine Hilfe angeboten – die auch dankend angenommen wurde. Somit hätte ich
meine gute Tat für heute auch vollbracht...
…
wobei... nein... da war noch was: denn selbst nach drei Wochen in Australien
schaut Mama beim Überqueren der Straße noch immer in die falsche Richtung. Ich
fühlte mich teilweise echt, als hätte ich ein kleines Kind dabei, das man am
Straßenrand an die Hand nehmen muss, damit es nicht im Unverstand drüber rennt
oO Wenn ich so drüber nachdenke, kann ich mich allerdings gar nimmer dran
erinnern, wie lange es bei mir ging, bis ich an den Linksverkehr gewöhnt war –
aber ich hab ja auch 'nur' 29 Jahre lang Rechtsverkehr erleben dürfen im
Gegensatz zu Mama... die über 50 Jahre lang immer zuerst nach links geschaut
hat – von dem her sei ihr verziehen ^^
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