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| Guten Morgen! |
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| Zapfenechse |
Aufgrund
der nassen Klamotten die wir nach der gestrigen Waschaktion im Auto
aufgehängt hatten, haben wir es dieses Mal geschafft des Nachts
selbst ein feuchtheißes Klima zu erzeugen. Das Problem am
im-Auto-schlafen ist immer: schwitzt man lieber wie ein Schwein oder
lässt man Türen oder Fenster auf und lädt somit unzählige
Stechviecher (vor allem Moskitos) zu einem blutigen Festmahl ein?
Hatte ich übrigens mal erwähnt, dass manche Australier behaupten
nicht so oft von Mozzis gestochen zu werden, weil sie ihr Leben lang
Vegemite (http://de.wikipedia.org/wiki/Vegemite)
essen? Vegemite ist der australische Brotaufstrich, den ich als
streichfestes Maggi (Suppenwürze) bezeichne und wirklich nicht auf
meinem Brot haben will. Allerdings ist dieses schwarze, salzige Zeug
vollgestopft mit Vitamin B und obwohl dies nicht wissenschaftlich
belegt ist, schwören viele Menschen darauf, dass ein hoher Vitamin B
Gehalt den Körpergeruch derart verändert, dass Moskitos keine Lust
mehr haben zuzustechen. Aber fange ich deshalb an täglich Vegemite
zu essen??? Mit Sicherheit NICHT!!!! :D Allerdings könnte ich mal
Nachforschungen anstellen, wie es denn mit Vitamin B-Präparaten in
Kapselform aussieht – jeden Tag ein bisschen Vitamine futtern und
dann nicht mehr gestochen werden – das klingt in der Tat
verlockend! Vielleicht hilft es ja auch gegen die nervenden Fliegen?
:D
Wo
ich gerade beim Thema Vitaminpräparate bin: mir ist schon sehr oft
aufgefallen, dass in australischen Haushalten Fischölkapseln
offensichtlich standardmäßig zum Inventar gehören. Jeder weiß,
dass Omega 3-Fettsäuren unheimlich gesund sind und man Fisch nicht
gänzlich von seinem Speiseplan ausschließen sollte – aber viele
Australier schwören offensichtlich auf diese zusätzlichen
Fischölkapseln als Nahrungsergänzung: vermindertes Krebsrisiko,
weniger Herzkrankheiten, blutdrucksenkend, geringere Anfälligkeit
für psychische Krankheiten wie Depressionen o.ä., verminerte Gefahr
an Alzheimer oder Parkinson zu erkranken. Außerdem bekäme man ein
viel schöneres Hautbild und allgemein heilten Entzündungen
schneller. Klingt doch wirklich alles sehr vielversprechend, oder?!?
Leider ist aber auch hier – wie beim Thema Vegemite - die
Wunderwirkung nicht wissenschaftlich belegt und obwohl ich weiß,
dass auch in Deutschland Fischölkapseln erhältlich sind und noch
bis vor 60 oder 70 Jahren ein Löffel Lebertran pro Tag als
Allheilmittel eingesetzt wurde, wundere ich mich doch ein wenig über
den übermäßigen Konsum von Fischöl in Australien. Es redet zwar
niemand darüber – aber wie bereits erwähnt: in fast jedem
australischen Haushalt, in dem ich bisher zu Gast war, hab ich diese
Kapseln gesehen.
Nichtsdestotrotz:
sollte ich irgendwann damit anfangen täglich je eine Kapsel Vitamin
B gegen Stechmücken und Fischöl gegen alles andere zu mir zu
nehmen, werde ich natürlich über meine Beobachtungen berichten.
Nun
aber zurück zu unserem Trip an der Westaustralischen Küste: In
Ravensthorpe haben wir teuer vollgetankt und sind 200km durch's
Outback ins Landesinnere zum Wave Rock gefahren. Hierbei handelt es
sich um eine faszinierende 15 Meter Hohe Granitfelsformation, die wie
eine Welle aussieht (daher auch der Name 'Wave Rock' → Wave =
Welle). Ob es sich allerdings lohnt für diese Attraktion 400km Fahrt
auf sich zu nehmen, lass ich einfach mal so dahingestellt. Wir
handelten jedoch eher nach dem Prinzip: wenn wir schon mal in der
Nähe sind kann man's sich auch anschauen... und für australische
Verhältnisse befindet man sich in einem Umkreis von 200 Kilometern
definitiv 'in der Nähe' ;-)
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| Staudamm am Wave Rock |
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| Ganz schön windig... das gute an starkem Wind: keine Fliegen :D |
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| Wave Rock von oben |
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| Wave Rock von unten |
Den
1,4km Spaziergang vom Wave Rock zum 'Hippo's Yawn' (gähnendes
Flusspferd) habe ich alleine auf mich genommen, da Kathrin mit der
sengenden Hitze Heute nicht so gutklar kam. Der Boardcomputer im
Auto zeigte nämlich 36Grad an und da ist es durchaus verständlich,
wenn man nicht unbedingt auch noch kilometerlang durch das Outback
spazieren möchte.
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| Man sieht richtig, wie heiß mir war |
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Keine Ahnung, was das für ein Vogel ist - aber er sieht
gruslig aus mit den gelben Augen, nicht? |
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| Sieht tatsächlich aus wie ein offenes Flusspferd-Maul |
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| Rückfahrt |
Wieder
zurück in der Nähe von Ravensthorpe hielten wir auf einem Rastplatz
und wollten nicht noch eine Nacht im Auto verbringen. Da der Himmel
klar war verzichteten wir sogar darauf das Überzelt aufzubauen und
nahmen nur das Mosiko-Innenzelt her – so hatten wir einen tollen
Blick auf den Sternenhimmel und eine bessere Luftzirkulation im
Inneren. Leider haben wir jedoch beim Kartenspielen bemerkt, dass das
Innenzelt entweder irgendwo undicht oder – was wahrscheinlicher ist
– die Mücken klein genug waren um sich durch die Maschen zu
quetschen. Es waren dutzende winzig kleiner fliegender Insekten im
Zelt, die um unsere Lichtquelle herum schwirrten :-( Eine Weile
überlegten wir, wie wir dieses Problem lösen könnten und haben
schließlich einfach in der Hoffnung, dass alle Mücken dem Licht
folgen würden, die Lampe nach draußen gestellt ohne drinnen wieder
Licht zu machen und betteten uns anschließend mit dem tollen Gefühl
quasi unter freiem Himmel zu schlafen auf unser Nachtlager. So weit
so gut... allerdings hielt der Frieden nicht bis zum nächsten Morgen
– denn Nachts um eins ließ Kathrin plötzlich verlauten:
'REGEN!!!!'... und in aller Eile galt es dann doch noch das Überzelt
heraus kramen und aufzubauen – hahaha... wir haben echt kein Glück
mit dem Wetter.
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| Sonnenuntergang |
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Man sieht einige Mücken an der Lampe sitzen - und wenn
man genau hinschaut, sieht man auch deren Freunde am
Moskitonetz hängen. |
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Solch eine Bullenameise (weiß nicht, ob das die richtige
Übersetzung ist für diese riseigen Mistviecher ist)
hat mich gebissen - oder gestochen - und ich hab
stundenlang gedacht, mein Fuß würde abfallen :-(
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Gefahrene
Kilometer: ca.470km
Sind ja wieder tolle Bilder!!!
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