Nach
dem Aufstehen beobachtete ich einen Mann, der ziemlich fies nach einem Känguru
schlug und trat, weil dieses sich an seinem Frühstück zu schaffen gemacht
hatte... und war schockiert – hab mich aber Aufgrund seines aggressiven
Verhaltens nicht getraut etwas zu sagen – ich rückgratloses Monster :-( Die
Sache mit den Kängurus hier am Campingplatz ist zwar einerseits toll, da sie an
Menschen gewöhnt und deshalb sehr zutraulich sind – aber im selben Zuge sind
sie auch ziemlich frech und wissen ganz genau, dass die Camper leckere Sachen
zum Essen dabei haben und wenn diese nicht hinschauen, schlagen die Tiere zu.
Dass der Mann einfach von seinem Frühstückstisch aufgestanden und davongelaufen
ist war meiner Meinung nach seine eigene Schuld und das Känguru hatte die
Prügel wirklich nicht verdient :-(
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| Bernhard mit seinem Austrailen-Gefaehrt |
Als
ich nach meinem Strandspaziergang zurück zum Campingplatz kam, war Bernhard
gerade im Aufbruch und nur kurze Zeit später machten auch wir uns auf den Weg
zurück nach Esperance, wo wir im Woolies Supermarkt erst mal unsere Vorräte auffrischten
und danach den 'Great Ocean Drive' entlang fuhren. Hier trafen wir am Pink Lake
doch tatsächlich wieder auf Bernhard, der den selben Scenic Drive in
entgegengesetzter Richtung fuhr und wir mussten feststellen, dass der
emotionale Abschied am Morgen ganz und gar überflüssig war – wenn man sich eh
nochmal wieder trifft. Man trifft sich ja sowieso immer zwei Mal im Leben –
also wieso dann überhaupt Ade sagen?? Hihihi. Auch standen hier am Lookout die
vier Koreaner, die mich gestern für einen Schweizer Militär hielten und mich
heute nur an meinem Tattoo am Bein erkannten. Einer der Jungs wollte sogar ein
Foto davon schießen und ich gewährte ihm diesen Gefallen. Seltsam, dass die
vier uns nicht früher erkannten – wir standen bestimmt 15 Minuten nebeneinander
am Lookout. Dies beweist mir allerdings mal wieder, dass für Asiaten alle
nicht-schlitzäugigen Menschen gleich aussehen, so wie wir Probleme haben
Asiaten zu unterscheiden.
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| Kleine Tour nahe Esperance |
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| Pink Lake, der nicht mehr pink ist |
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| So schnell trifft man sich wieder |
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| Observation Beach |
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| Australien 2013 |
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| Mit so ner Kulisse faehrt man doch gern!! |
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| Twilight Beach |
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| Blue Heaven |
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| Sammy the Sea Lion |
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| Alter Pier in Esperance - hier lebt Sammy |
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| Und er hat sogar zwei Freundinnen |
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| Es war so windig, dass die Tauben auf dem Fisch skaten konnten |
Mittlerweile
gab es einen weiteren Schaden am Mietwagen zu vermelden: irgendwie hatten wir
es geschafft nun auch den Zigarettenanzünder zu schrotten!! Zwar war
naheliegend, dass es sich nur um die Sicherung handelte – aber wer hat schon
ständig Ersatzsicherungen in der Hosentasche?? Im Gegensatz zu meinem
USA-Roadtrip vor 2 Jahren, wo dieses Problem schon einmal bestand und ich und
meine Reisebegleitung in einem Anflug von Selbstzerstörung ernsthaft
überlegten, eine defekte Sicherung gegen die noch funktionierende
Airbag-Sicherung auszutauschen - fanden Kathrin und ich uns nun einfach damit
ab, dass wir nicht mal mehr unsere Handys im Auto aufladen konnten. Abends im
McDonalds fragte ich dann ganz nett, ob ich mein Netbook an einer der
Steckdosen, die im Restaurant verteilt sind, aufladen könnte und bekam prompt
eine Abfuhr. Dies sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich – och
menno... meine kleinen Spielzeuge brauchen doch Saft :-(
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| `Maccas` ist hier eine eingetragene Marke |
Vier
Stunden fuhren wir quasi durch bis Kalgoorlie und haben unterwegs festgestellt,
dass das Radio mit der AM-Frequenz mehr Sender herein bekommt als mit FM... ich
hab mich mein Leben lang gefragt, wozu AM am Radio gut sein soll – es benutzt
doch eh niemand... aber in der australischen Pampa scheint es dann doch
irgendwie nützlich zu sein. Nun hatten wir zumindest Radio – wenn auch die Sendungen
größtenteils klangen wie vor 50 Jahren aufgenommen. Schließlich in Kalgoorlie
angekommen fanden wir uns in der Stadt überhaupt nicht zurecht, da der
Navigator (ich!!) im wahrsten Sinne des Wortes geschlafen hat. Durch Zufall
landeten wir an einem 24h Reststop in der Stadt und beschlossen kurzerhand hier
die Nacht zu verbringen. Die Frage, ob man hier campen durfte oder nicht
(Schild sagte 'NO') wurde uns beantwortet, als ein Polizeiauto anhielt und eine
Gestalt mit Zelt und Schlafsack bestückt aus dem Wagen warf. Dieser
offensichtlich zugedröhnte Mann kam dann auch noch schnurstracks auf uns zu und
erzählte uns unter Tränen eine Geschichte über korrupte Bullen, die ihm seinen
Reisepass, Handy und all sein Geld weggenommen hätten, ihm das Zelt und den
Schlafsack gaben und hier im Park aussetzten. Er sei Neuseeländer und als
Backpacker seit zwei Monaten in Australien, weil er seine Freundin hier
besuchen wollte - die jedoch aus irgend einem Grund nicht auffindbar war.
Später erzählte er uns, er sei schon seit zwei Jahren in Australien, würde hier
arbeiteten und hätte ein Haus. Seine Geschichte änderte sich alle 5 Minuten und
er fing ständig mit einer anderen Version von vorne an. So langsam wurde er uns
unheimlich und unangenehm – aber obwohl er uns mehrmals um Hilfe bat, konnten
wir nichts für ihn tun. Wir konnten ja schlecht die Polizei anrufen – die war
es immerhin, die ihn hier abgeladen hatte. Anscheinend teilten ihm die
Polizisten mit, er solle hier im Park schlafen und sie würden ihn am Morgen wieder
abholen – also rieten wir ihm, einfach diesem Befehl nachzukommen und den
nächsten Tag abzuwarten und schauten ihm hinterher als er sich schluchzend mit
seinem Zelt zwischen einige Bäume verzog.
Für
uns war in dem Moment immerhin klar: wenn Polizisten hier einen Mann mit Zelt
herbringen, können wir ja wohl auch legal auf dem Parkplatz im Auto schlafen.
Kurz bevor wir es uns dann gemütlich machten, hörten wir aber noch die
Rasensprenkler im Park anspringen... ach du scheisse... der arme Kerl saß da irgendwo
in einem Zelt und rings herum wurde der Rasen gegossen... so bedauernswert
dieser Mann auch war – wir konnten nicht an uns halten und brachen in
schallendes Gelächter aus. Es ist mal wieder bewiesen: Wenn es mal scheisse
läuft – dann aber so richtig!!!!
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| Darf man hier nun ueber Nacht bleiben oder nicht?? |
gefahrene
Kilometer: ca.511km
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